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Was hilft bei Zahnschmerzen?

Alles wichtige im Überblick: Welche Arten von Zahnschmerzen gibt es - und welche Maßnahmen & Hausmittel helfen bei plötzlichen Beschwerden?

Zahnschmerzen – Wir kennen sie leider alle. Sie gehören wohl zu den unangenehmsten Beschwerden, die auftreten können.

Doch wo genau kommen die Schmerzen her? Und was hilft dagegen? In diesem Ratgeber lesen Sie alles wichtige.

Bevor ich weiter unten näher auf hilfreiche Maßnahmen eingehe, finden Sie im nachfolgenden Kapitel die häufigsten Sympthome bei Zahnproblemen.

Gerne können Sie auch das Inhaltsverzeichnis benutzen, um direkt zu den für Sie interessanten Abschnitten zu springen.

Wie entstehen Zahnschmerzen?

Schmerzen im Mund- und Zahnraum können viele Gründe haben die nicht nur die Zähne direkt betreffen, zum Beispiel ein chronisch entzündetes Zahnfleisch.

aufbau eines zahn
Der Aufbau eines Zahns – ist der schützende Zahnschmelz durchbrochen, dann greifen Keime das Innere an und verursachen Schmerzen.

Meistens sind Schmerzen die ersten Symptome bei Zahnproblemen.

  • Unser Zahnschmelz ist so hart wie unsere Knochen und schützt die Strukturen im Inneren des Zahnes.
  • Somit ist dies die Erste Abwehr. Ist der Schmelz angegriffen, können Keime in das Innere der Zahnstruktur eindringen und Entzündungen hervorrufen.

Gereizte Nerven senden Impulse an unser Gehirn und wir nehmen diese als Schmerzen war.

Verschiedene Symptome & Arten von Zahnweh

Schmerz ist nicht gleich Schmerz. Es gibt lokalen oder ausstrahlenden Schmerz. Dieser kann außerdem dumpf oder pulsierend sein, manchmal auch kurz und stark.

Dumpfe Zahnschmerzen

Diese Art von Schmerz ist normalerweise nicht so schlimm und kann gut und lange ertragen werden.

zahnschmerzen anzeichen & ursachen
Nicht immer sind die Schmerzen so stark, dass Betroffene zum Arzt müssen.

Die Gefahr hierbei: Manchmal steckt eine ernstzunehmende Ursache wie etwa eine entzündete Zahnwurzel oder Karies dahinter.

Pochende Zahnschmerzen im hinteren Backenbereich

Dabei handelt es sich in der Regel um durchbrechende Weisheitszähne.

Pochende Zahnschmerzen allgemein

Diese Form der Schmerzen kann aber auch auf eine Entzündung des Zahnfleisches hinweisen. Schauen Sie nach, ob die betroffene Stelle auch geschwollen und gerötet ist und ggf. sogar blutet.

Schmerzen bei extremen Temperaturen

Der Konsum von zu kalten oder zu heißen Lebensmitteln und Getränken führt zu einem schmerzhaften aber kurzen Ziehen im Zahn.

schmerzempfindliche zahnhälse ursachen
Empfindliche Zähne spüren Sie vor allem beim Essen & Trinken.

Hierbei handelt es sich um schmerzempfindliche Zähne, meist verursacht durch freiliegende Zahnhälse.

Sehr starke Zahnschmerzen

Sind die Schmerzen sehr stark und tiefsitzend, kann es sich hierbei um eine Entzündung der Wurzelspitze handeln.

Schmerzen beim Kauen

Tut Ihr Kiefer beim Kauen weh, liegt das Problem häufig in der Kaumuskulatur oder im Kiefergelenk. Aber auch andere Ursachen veursachen solche Schmerzen.

Mehr dazu lesen Sie hier: Druckschmerzen beim Kauen.

Zahnschmerzen nach einer zahnärztlichen Behandlung

Nach einer Zahnfüllung oder dem Einsatz eines Implantates kann es passieren, das vorrübergehend Schmerzen auftreten. Diese sollten nach einigen Tagen abklingen.

Falls nicht, konsultieren Sie Ihren Zahnarzt.

Was tun bei Zahnschmerzen – So lindern Sie akute Beschwerden

Schnelle Abhilfe schaffen Sie mit nachfolgenden Tipps aus Omis Hausapotheke.

Bitte beachten Sie, dass die Tipps keine professionelle Behandlung ersetzen und nur für den Notfall gedacht sind, bis Sie ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen können.

zahnarzt beratung
Ein Ratgeber im Internet ersetzt leider keine Beratung durch einen richtigen Arzt.

Sollten Ihre Schmerzen nicht verschwinden, sprechen Sie bitte umgehend mit Ihrem Zahnarzt.

Kälte

Eine schnelle und wirkungsvolle Abhilfe bei Schmerzen und Schwellungen. Einfach ein Eispad in ein Geschirrtuch wickeln und auf die betroffene Wange legen.

  • Etwa 5 – 10 Minuten lang kühlen und mehrmals täglich wiederholen.
  • Vorsicht: Niemals direkt auf die Haut legen, da ansonsten Erfrierungen drohen.

Alternativ können Sie auch Eiswürfel lutschen, um den gleichen kühlenden Effekt zu erzielen.

Ölziehen

Ölziehen ist eine bewährte und traditionelle Methode, Schmerzen zu lindern.

Ölziehen gegen Karies
Ölziehen ist eine jahrhundertealte Tradition.

Durch das Aufnehmen von Giftstoffen und Erregern, verbessert sich das Milieu im Mundraum.

  • Nehmen Sie für diese Methode ein hochwertiges, kaltgepresstes Öl mit Bio Qualität.
  • Hierfür eignen sich Oliven- und Kokosöl am Besten, da sie antibakteriell wirken.

Nehmen Sie einen Löffel Öl in den Mund und ziehen Sie dieses mehrmals durch die Zähne, bevor Sie es ausspucken. Mehrmals täglich wiederholen.

Tipp: In diesem Artikel zu Kokosöl gibt es auch mehr Infos zum Ölziehen.

Frischer/getrockneter Rosmarin

Rosmarin enthält ätherische Öle, die schmerzlindernd wirken.

Kauen Sie einfach einige Minuten lang auf getrockneten Rosmarinblättern und wiederholen Sie dies mehrmals täglich.

Alternativ können Sie auch Rosmarintee gurgeln.

Hochprozentiger Alkohol

Cognac, Wodka und Co sollen nicht etwa den Schmerz wegtrinken, sondern viel mehr den Mund desinfizieren und ausspülen.

  • Hierfür einfach täglich einen Schluck gurgeln und danach ausspucken.
  • Alkohol wirkt antibakteriell und tötet Keime ab.

Wenn der Alkohol dazu auch noch gekühlt gegurgelt wird, haben Sie auch noch einen angenehmen schmerzlindernden Effekt.

zahnschmerzen vermeiden

Aber: Langfristig schadet Alkohol dem Mundklima, nur im Notfall benutzen. Setzen Sie im Alltag lieber auf Mundspülungen.

Apfelstücke

Bei durchbrechenden Zähnen helfen Apfelstücke. Diese einfach im Kühlschrank lagern und auf der betroffenen Seite kauen.

Die Kälte lindert den Schmerz und der Geschmack lenkt ab. Besonders geeignet bei Kindern, die Milch- oder bleibende Zähne bekommen.

Nelken

Die in Nelken enthaltenen ätherischen Wirkstoffe wirken schmerzlindernd und wohltuend auf die betroffene Stelle.

Es gibt zwei Möglichkeiten, die Wirkung freizusetzen. Entweder, Sie beißen auf eine getrocknete Gewürznelke und lassen die Säfte frei.

Oder Sie zermahlen die Nelke und übergießen diese mit 250 ml kochendem Wasser. Den Tee abkühlen lassen und dann mehrmals täglich gurgeln.

Tipp: Mehr Hausmittel gibt’s hier: Hausmittel bei Zahnfleischentzündungen & Gingivitis.

Hausmittel bei Zahnfleischentzündungen

In vielen Fällen verursacht entzündetes Zahnfleisch die Zahnschmerzen. Im Folgenden finden Sie wirksame Hausmittel, die entzündungshemmend wirken.

zahnschmerzen hausmittel
Auch hier gilt: Hausmittel sind eine Ergänzung, kein Ersatz für tägliches Zähneputzen & regelmäßige Kontrollen beim Zahnarzt.

Salzwasser

Salz hat antibakterielle und entzündungshemmende Eigenschaften.

Einfach zwei Esslöffel mit 250 ml warmem Wasser übergießen und mehrmals täglich gurgeln.

Teebaumöl

Teebaumöl hilft nicht nur bei Pickeln, sondern ist auch effektiv gegen Entzündungen.

Einige Tropfen auf ein Wattestäbchen geben und auf die betroffenen Stellen tupfen.

Wärme

Wie auch Kälte, kann Wärme ebenfalls hilfreich sein. Vor allen Dingen bei Schmerzen, die durch eine Erkältung ausgelöst werden.

  • Einfach ein Wasserbad vorbereiten. Den Dampf einatmen und den Kopf mit einem Geschirrtuch überdecken, damit der Dampf nicht entweicht.
  • Der warme Wasserdampf löst verstopfte Nasen und Nebenhöhlen und hilft dabei, Schmerzen zu lindern.

Mehrmals wiederholen.

Wasserstoffperoxid

In der Apotheke können Sie 3% Wasserstoffperoxid kaufen. Es wirkt antibakteriell und entzündungshemmend.

Entweder gurgeln oder direkt mit einem Wattestäbchen auf die entzündeten Stellen geben.

Zimt

Zimt schmeckt nicht nur super lecker, es hilft auch sehr gut bei Entzündungen.

Einfach 1 EL Zimt mit etwas Öl mischen und durch die Zähne ziehen. Danach ausspucken.

Zwiebeln

Zwiebeln beinhalten Stoffe, die antibakteriell wirken.

mittel gegen zahnschmerzen

Einfach eine Zwiebel fein würfeln und in eine Kompresse wickeln. Auf die Kompresse beißen und zwei bis drei Minuten halten.

Knoblauch

Genauso wie Zwiebeln, enthält auch Knoblauch wertvolle und entzündungshemmende Stoffe.

Entweder auf eine rohe Knoblauchzehe beißen oder dem Essen beifügen.

Propolis

Neben Honig und Wachs ist auch Propolis ein wertvolles Geschenk der Bienen.

Es hilft dabei, Entzündungen zu bekämpfen und Schmerzen zu lindern.

Geben Sie das Propolis entweder direkt auf die betroffene Stelle (verwenden Sie hierfür ein Wattestäbchen), oder verdünnen Sie 5 Tropfen mit 100 ml lauwarmen Wasser.

Die Mischung können Sie mehrmals täglich gurgeln.

Schmerztabletten

Wenn die oben genannten Mittel nicht helfen, können Sie immer noch zu Schmerztabletten greifen.

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  • Ibuprofen eignet sich dabei gut, da es nicht nur die Entzündung hemmt, sondern auch Schwellungen lindert.
  • Sollten Sie nach einiger Zeit nach wie vor an starken Schmerzen leiden, gehen Sie so schnell wie möglich zu Ihrem Zahnarzt.

Es könnte sich um eine schwerwiegende Ursache handeln.

Homöopathie gegen Zahnschmerzen

Mutter Natur hat vieles auf Lager, was Ihnen bei Zahnschmerzen zu Gute kommen kann.

Arnica Globuli

Die in Europa wachsende Pflanze ist bekannt für ihre heilenden und schmerzlindernden Kräfte.

Zu den Einsatzgebieten zählen unter anderem: Zahnschmerzen, Frösteln, Entzündungen, Unwohlsein, Abgeschlagenheit, Schwellungen und Blutergüße.

Die Globuli sind sowohl für Kinder als auch für Erwachsene geeignet.

homöopathie zahnschmerzen
Da Homöopathie keine aktiven Wirkstoffe enthält und über den Placebo-Effekt wirkt, ist sie unbedenklich für Kinder. Falls Sie etwas Geld sparen wollen, dann können Sie es auch mit ein paar (zuckerfreichen) Bonbons probieren.

Hypericum

Hypericum hilft dabei, gereizte Nerven zu beruhigen. Deshalb wird es nicht nur bei Zahnschmerzen, sondern auch bei anderen Nervenerkrankungen gegeben.

Das zentrale Nervensystem ist dabei der Hauptangriffspunkt der Pflanze.

Vor allen Dingen in der chinesischen Heilkunst findet Hypericum Verwendung und ist geeignet für Jung und Alt.

Chamomilla Globuli

Chamomilla wirkt beruhigend und entkrampfend. Es wird sehr gerne von Schwangeren und Babys genommen.

Die hochkonzentrierte Kraft der Kamille hilft effektiv bei Zahnschmerzen.

Die häufigsten Ursachen für Zahnschmerzen

Um Zahnschmerzen richtig zu behandeln ist es hilfreich, die häufigsten Ursachen zu kennen.

Karies

Eine schlechte Ernährung gepaart mit einer unzureichenden Mundhygiene führt zu Karies & faulen Zähnen.

karies verlauf
Der Verlauf von Karies.

Dabei wachsen Mikroorganismen im Mund heran und greifen den Zahnschmelz an. Dadurch entstehen Löcher im Zahn und die Keime können in das Innere eindringen.

  • Zucker wie etwa Kohlenhydrate, Stärke, Fructose und Glucose dienen als ideale Nährgrundlage.
  • Die Bakterien verstoffwechseln den Zucker und Plaque entsteht, der die Zähne angreift und schwächt.

Eine Zahnbehandlung durch Ihren Zahnarzt ist notwendig, hier hilft kein Hausmittel mehr.

Zahnfleischentzündungen

Entzündungen am Zahnfleisch sind eine der häufigsten Ursachen für Schmerzen.

  • Mundtrockenheit, chronische Erkrankungen, schlechte oder zu harte Mundhygiene können zu Beschwerden am Zahnfleisch führen.
  • Zu den Symptomen zählen unter anderem: ein pochender Schmerz, Schwellung, Rötung und gelegentliches Zahnfleischbluten.

Oft heilt sich eine leichte Gingivitis von selbst, kann aber auch chronisch werden.

Parodontitis

Wird eine Gingivitis chronisch, breitet sich die Entzündung tiefer in die Zahnstruktur aus. Dann spricht man von Parodontitis.

parodontitis verlauf
Das Zahnfleisch geht zurück und kommt nicht wieder.

Die Folge: Das Zahnfleisch zieht sich zurück, die Zähne fangen an zu wackeln oder fallen gänzlich aus.

Eine konsequente professionelle Therapie ist notwendig, um einen dauerhaften Zahnverlust zu vermeiden, die Parodontosebehandlung.

Wurzelbehandlungen, Implantate und Füllungen

Nach einem Zahnarztbesuch können Schmerzen auftreten. Wenn diese sich nicht nach einigen Tagen legen, ist etwas bei der Behandlung schiefgegangen.

Entweder, Zahnersatz wie Implantate/Füllungen sitzen nicht richtig oder die Wurzel hat sich entzündet (und muss mit einer Wurzelbehandlung therapiert werden).

Sprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

Bevor ich zu Vorbeugungsmaßnahmen komme, möchte ich vorher noch auf weitere Dinge eingehen, die Zahnschmerzen verursachen können.

Welche Risikofaktoren begünstigen Zahnschmerzen?

Schmerzende Zähne oder Begleiterscheinungen wie Mundgeruch können aus unterschiedlichen Gründen geschehen.

Risikofaktoren führen zu Erkrankungen im Mundraum – sie lösen zwar nicht direkt Schmerzen aus, doch die Wahrscheinlichkeit für Zahnweh erhöht sich.

zahnschmerzen ursache

Die 1. hier erwähnte Ursache ist zwar mit Abstand die häufigste, doch es gibt auch noch andere.

Schlechte Mundhygiene

Wenn Sie Ihre Zähne nicht regelmäßig putzen, erhöht sich das Risiko an Karies zu erkranken stark.

Durch gründliches Putzen werden die Keime aus dem Mund gespült und Essensreste entfernt. Auf diese Weise kann Karies gar nicht erst entstehen.

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Tipp: Beugen Sie mit einer elektrischen Zahnbürste vor. So ein Gerät nimmt Ihnen viel Arbeit ab und reinigt meist gründlicher als das Putzen von Hand.

Zahnbleaching und zahnaufhellende Zahnpasta

Zahnaufhellende Zahncreme beinhaltet Partikel, die wie ein Schmirgelpapier wirken. Dadurch hellen Sie Ihre Zähne zwar optisch auf, reiben aber gleichzeitig auch einen Teil des Zahnschmelzes weg (z.B. schwarze Zahnpasta).

Die Zähne werden schmerzempfindlicher. Das gilt auch für vermeintliche „Geheimtipps“ wie Aktivkohle oder Zähneputzen mit Backpulver.

Hoher Abrieb schadet den Zähnen
Zahnpasta mit hohem Abrieb schadet den Zähnen:

Aber auch professionell durchgeführte Bleachings beim Zahnarzt sorgen dafür, dass Ihre Zähne sensibler gegenüber äußeren Faktoren werden.

Zigaretten

Die in den Zigaretten enthaltenen Schadstoffe greifen die Zähne und das Zahnfleisch an. Außerdem verlangsamt Rauchen die Wundheilung oder kann sogar zu dauerhaftem Zahnverlust durch Parodontose führen.

Alkohol

Wie auch Zigaretten wirkt sich regelmäßiger und übermäßiger Alkoholkonsum negativ auf die Heilung aus. Außerdem kann Alkohol auch Irritationen und Entzündungen verursachen.

Zahnfüllungen

Manchmal kann es passieren, dass Zahnfüllungen nicht richtig festsitzen und herausfallen.

Dadurch wird das Innere darunter freigelegt und die Nerven ungeschützt gegenüber äußeren Einflüssen.

Süßigkeiten

Der in den Süßigkeiten enthaltene Industriezucker greift zwar nicht direkt den Schmelz an, bietet den Bakterien allerdings eine perfekte Nahrungsgrundlage.

Auf diese Weise vermehren sich die Keime ungestört und richten Schaden im Mundraum an.

Süßer Zucker schadet den Zähnen

Das gilt natürlich auch für andere Lebensmittel, doch (zu viel) Zucker ist fast überall enthalten.

Tipp: Besser auf zuckerfreie Alternativen wie Xylitol setzen.

Erkältungen

Starke Erkältungen oder grippale Infekte können die Nerven im Kiefer reizen und Zahnschmerzen auslösen. Diese verschwinden in der Regel aber wieder, sobald sich die Krankheit legt.

Chronische Erkrankungen

Chronische Krankheiten wie etwa Diabetes Mellitus oder eine Schilddrüsenstörung haben einen negativen Einfluss auf den kompletten Organismus, auch auf den Mundraum.

Hinweis: Gehen Sie bei andauernden Problemen mit den Zähnen bitte immer zum Arzt, um chronische Ursachen rechtzeitig zu erkennen. Keine Angst vorm Zahnarzt.

Übergewicht

Wenn Sie übergewichtig sind, erhöht sich Ihr Risiko, an Herz-Kreislauf-Problemen zu erkranken. Allerdings erhöhen Sie auch die Chance auf Entzündungen (wie etwa Gingivitis oder ähnliche Zahnfleischentzündungen).

Zu wenig Wasser

Es wird empfohlen, mindestens 1-2 Liter Wasser am Tag zu trinken.

wassermangel zahnschmerzen
Zu wenig Wasser schadet dem ganzen Körper – besonders aber den Zähnen.

Ein dehydrierter Körper sorgt nämlich auch für einen trockenen Mund. Dadurch kommt es leichter zu Zahnfleischentzündungen und Zahnschmerzen.

Mehr Informationen gibt’s hier: Ist ein trockener Mund gefährlich?

Operationen

Bei chirurgischen Eingriffen im Mundraum kann es einmal passieren, dass der Chirurg unbeabsichtigt das Gewebe zerstört & Folgeschäden bleiben.

Genetische Faktoren

An unserer Genetik können wir leider nichts ändern. Manche neigen mehr dazu, Entzündungen zu bekommen oder leiden unter einer Mundflora, die besonders empfindlich gegenüber Keimen ist.

Medikamente

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Einige Medikamente haben die Nebenwirkung, den Speichelfluss zu verringern. Trockenes Zahnfleisch reißt schneller auf und entzündet sich.

Durchbrechende Zähne

Wenn die Weisheitszähne durchbrechen, tut das Zahnfleisch darüber höllisch weh. Meistens ist nicht genug Platz für den zusätzlichen Zahn und dieser drückt gegen den Rest der Zähne.

Auch bei Kindern können die ersten Zähnen starke Schmerzen verursachen.

Zitronen & andere säurehaltige Lebensmittel

Fast jeder von uns hatte das schon mal: Nach dem Verzehr von Zitronen, Orangen oder Essig waren unsere Zähne plötzlich sehr schmerzempfindlich.

Sorgen Säuren für weiße Zähne?

Das liegt daran, dass zu saure Lebensmittel und Getränke den Zahnschmelz angreifen und die Zähne sehr sensibel gegenüber Kälte und Wärme machen.

Unfälle & angebrochene Zähne

Kleinere Unfälle, Schläge gegen den Kiefer oder Stürze können dafür sorgen, dass Zähne locker werden oder gar abbrechen.

Einseitige Ernährung

Eine Mangelernährung führt dazu, dass dem Körper wichtige Vitamine und Mineralien fehlen. Dadurch können essentielle Stoffwechselprozesse nicht mehr richtig durchgeführt werden.

Das Immunsystem wird geschwächt und ist anfälliger für Erkrankungen.

Vor allen Dingen ein Defizit an Vitamin C führt zur sogenannten Seefahrerkrankheit (Skorbut), bei welcher sich das Zahnfleisch zunächst stark entzündet, bevor die Zähne ausfallen.

Zahnkronen und Implantate

zahnkrone arten

Wenn die Zahnkronen, Zahnprothesen und Implantate nicht richtig eingesetzt wurden oder etwas zu groß sind, drücken diese gegen die übrigen Zähne und lösen Schmerzen aus.

Wie kann ich Zahnschmerzen vorbeugen?

Eine gute Mundhygiene ist das A und O, um Ihren Mund und Ihre Zähne so lange wie möglich gesund und stark zu halten.

Die richtige Zahnbürste

Greifen Sie am Besten zu einer weichen oder mittelharten Zahnbürste, um den Zahnschmelz zu schonen.

Eine elektrische Zahnbürste oder Schallzahnbürste ist sogar noch geeigneter, da diese noch gründlicher reinigt.

Zahncreme

Verwenden Sie keine aufhellende Zahncreme. Die darin enthaltenen Partikel reiben gesunden Zahnschmelz ab, um den Zahn optisch aufzuhellen.

Greifen Sie lieber zu einer Zahnpasta, die Fluorid enthält.

Elmex Gelee

Viele Zahnärzte empfehlen die Verwendung von Elmex Gelee* einmal wöchentlich.

elmex gelee
Elmex Gelee schützt die Zähne.

Das darin enthaltene Fluorid wirkt wie ein Schutzwall und legt sich um die Zähne. Dadurch sind diese geschützt vor äußeren Einflüssen.

Mundduschen

Eine Munddusche schießt Wasser mit Hochdruck ab, wodurch auch schwer erreichbare Stellen gereinigt werden können.

Munddusche für empfindliches zahnfleisch

Mundduschen dienen als Ergänzung zu Zahnroutine. Am Besten morgens und abends nach dem Zähneputzen den Mund nochmals mit viel Wasser ausspülen.

Mundwasser

Das Mundwasser wirkt desinfizierend und antibakteriell. Außerdem beugt es Mundgeruch vor.

Einfach zweimal täglich nach der Zahnreinigung gurgeln.

Bitte beachten Sie, dass Mundwasser lediglich als Ergänzung dient und die gründliche Reinigung mittels einer Zahnbürste nicht ersetzen kann.

Zahnseide

Die Zahnzwischenräume sind sehr schwer zu erreichen. Deshalb empfehlen Zahnärzte die Verwendung von Zahnseide oder Interdentalbürsten einmal täglich.

Professionelle Zahnreinigung

Ein bis zweimal jährlich sollten Sie Ihre Zähne professionell durch Ihren Zahnarzt reinigen lassen.

behandlung beim zahnarzt

Dabei wird Zahnstein entfernt und die Zähne so gründlich gereinigt, wie es eine normale Zahnbürste alleine nicht schafft.

Manche gesetzliche Krankenkassen bezuschussen die Zahnreinigung sogar.

Regelmäßige Zahnarztbesuche

Gehen Sie alle sechs Monate zum Zahnarzt, um Ihre Zähne kontrollieren zu lassen.
Auf diese Weise können Zahnprobleme bereits früh erkannt und Komplikationen vermieden werden.

Zungenreiniger

Oftmals vergessen wir bei der Zahnhygiene, dass die Zunge auch eine Herberge für viele Keime darstellt.

mundgeruch zungenbelag

Deshalb sollten Sie Ihre Zunge einmal täglich säubern.

In der Drogerie können Sie spezielle Zungenreiniger für wenig Geld kaufen.

Lebensmittel

Versuchen Sie, zuckerhaltige Lebensmittel zu meiden. Zucker ist der Nummer 1 Grund für Karies.

Backen Sie lieber selbst und verwenden Sie zum süßen Süßstoff, Stevia oder Xylith. Diese Zuckeraustauschstoffe können von Bakterien nicht verstoffwechselt werden.

Kaugummi

Regelmäßiges Kaugummi kauen hat gezeigt, dass weniger Zahnbeschwerden aufgetreten sind.

xylitkaugummi gegen karies

Achten Sie darauf, auf zuckerfreien Zahnpflegekaugummi zurückzugreifen.

Wasser

Trinken Sie mindestens 1 – 2 Liter Wasser am Tag. Ein dehydrierter Körper führt zu einem trockenen Mund. Dadurch ist das Zahnfleisch angreifbarer.

Chronische Erkrankungen

Leiden Sie an chronischen Erkrankungen? Lassen Sie diese behandeln und versuchen Sie, diese zu kontrollieren.

Denn unkontrolliert führen diese zu einer Vielzahl an Komplikationen.

Vitamine und Mineralstoffe

Es ist wichtig, einem Mangel an Vitaminen und Mineralien vorzubeugen. Ernähren Sie sich ausgewogen, essen Sie viel frisches Obst und Gemüse.

Lassen Sie Ihr Blutbild mindestens einmal im Jahr kontrollieren, um einen Mangel frühzeitig zu erkennen.

Schlusswort

Ich hoffe, dieser Artikel rund ums Thema Zahnschmerzen war hilfreich für Sie.

zahnersatz prothese

Durch eine gründliche und sorgfältige Mundhygiene können Sie selbst viel gegen  kaputte Zähne, Zahnwurzelentzündungen & teure Behandlungen wie diese (oder eine Wurzelspitzenresektion) tun.

Diese Maßnahmen sorgen nicht nur für frischen Atem, sondern auch für weiße Zähne.

Noch mehr Tipps gibt’s in diesem Artikel:: Die richtige Zahnpflege im Alter (Wie Sie Ihre Zähne so lange wie möglich behalten).

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