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Parodontosebehandlung – Umfassender Experten-Ratgeber

Wie läuft eine Parodontosebehandlung ab & welche Maßnahmen sind am effektivsten? Hier lesen Sie alles wichtige zur Therapie, den Kosten & sonstigen Dingen, die Sie unbedingt beachten sollten.

Parodontose ist weit verbreitet – besonders im Alter leiden viele an zurückgehendem Zahnfleisch.

  • Ignorieren Sie die Krankheit zu lange, dann  führt sie oft zu Zahnverlust & teurem Zahnersatz.
  • Damit das nicht passiert, sollten Sie Parodontose so schnell wie möglich behandeln.

Doch wie sieht die Behandlung aus? Wie effektiv ist sie und welche Kosten kommen auf Sie zu? In diesem Artikel erfahren Sie alles wichtige.

Was ist Parodontose?

Bei der Parodontose bzw. Parodontitis handelt es sich um eine Entzündung des Zahnbetts (der Teil des Zahnfleisches, in welchem die Zähne sitzen).

parodontose
Der Verlauf von Parodontose: Zuerst entstehen Zahnfleischentzündungen, danach tiefe Taschen, die sich nicht mehr schließen.

Die Krankheit meist durch eine vorangegangene Infektion mit Bakterien ausgelöst – z.B. bei mangelhafter Zahnpflege.

  • Parodontose ist weit verbreitet und häufiger sogar gefährlicher als Karies, da sie noch häufiger zu Zahnverlust führt.
  • Aber wie kommt das? Früher galt Karies als die Krankheit, die am häufigsten zu Zahnverlust führte.

Dank regelmäßiger Kontrolluntersuchungen, Zahnsteinentfernung und verbesserter zahnmedizinischer Technik kann Karies mittlerweile sehr gut behandelt werden und führt nur noch selten zu Komplikationen.

Deshalb treten allerdings auch Alterskrankheiten wie Parodontitis häufiger auf.

Wie entsteht Parodontitis genau?

Sammeln sich Bakterien am Zahnfleischrand an, entzündet sich das Zahnfleisch.

  • Schlechte Mundhygiene, zunehmendes Alter, ein schlechtes Immunsystem, genetische Veranlagung und andere Faktoren begünstigen den chronischen Krankheitsverlauf.
  • Dringen die Keime tiefer ein, erreichen diese irgendwann auch den Kieferknochen und das Zahnbett. Die Parodontose entsteht – und geht meist nie vollständig weg.

Da eine „harmlose“ Zahnfleischentzündung sich schnell zu einer Parodontitis entwickeln kann, sind regelmäßige Kontrollbesuche vor allen Dingen in fortschreitendem Alter wichtig.

Welche Symptome habe ich bei einer Parodontose?

Zunächst einmal haben Sie einen pochenden Schmerz am und um das Zahnfleisch herum. Es kommt zu gelegentlichem Zahnfleischbluten und Mundgeruch.

parodontitis verlauf
Das Zahnfleisch zieht sich zurück und die empfindlichen Zahnhälse liegen ohne Schutz frei.

In schweren Fällen bildet sich auch Eiter im Mund.

Auch zu süße, zu kalte, zu warme und zu saure Getränke und Lebensmittel verursachen einen stechenden Schmerz (kälteempfindliche Zähne).

Manchmal lockert sich sogar der betroffene Zahn langsam oder fällt sogar aus. Auch Zahnwurzelentzündungen kommen vor.

Zusammengefasst: Je früher Sie die Parodontose erkennen & Maßnahmen ergreifen, desto leichter gelingt die Therapie.

Wie wird eine Parodontitis behandelt?

Zunächst einmal muss der Ursprung der Erkrankung behandelt werden.

Dabei werden die bakteriellen Beläge sorgfältig entfernt, um weitere Komplikationen zu verhindern.

zahnarzt beratung
Am Anfang jeder Parodontosetherapie steht ein beratendes Gespräch mit dem Zahnarzt.

Die Therapie besteht in der Regel aus 3 Phasen, bei der Sie unter anderem erstmal sorgfältig aufgeklärt werden, bevor der Zahnarzt die Zähne und Zahnfleischtaschen behandelt.

  • Welche Therapiemaßnahme genau verwendet wird, hängt von der Schwere der Parodontose und vom Alter und Nebenerkrankungen des Patienten ab.
  • In jedem Fall ist das Ziel der Behandlung stets, die Bakterienanzahl wirksam und langfristig zu reduzieren, um den ständigen Entzündungsreiz los zu werden.

So können Sie ein langfristig gutes Ergebnis erzielen.

Der Ablauf der Parodontosebehandlung

Die 3 üblichen Phasen sehen wie folgt aus:

1.      Die Initial- bzw. Hygienephase

Erst einmal werden Sie über die Ursache und Folgen Ihrer Erkrankung beraten, wobei Ihr Zahnarzt auch die Behandlungsmethode ausführlich mit Ihnen bespricht.

zahnseide zähne
Der tägliche Einsatz von Zahnseide entfernt Bakterien aus den Zwischenräumen und ist eines der besten Mittel gegen Parodontitis.

Außerdem erklärt Ihr Zahnarzt, auf was genau Sie in Zukunft beim Putzen achten sollten (z.B. regelmäßig Zahnseide zu benutzen oder auf Mundspülungen zu setzen.)

2.      Die spezielle Parodontosebehandlung

Im nächsten Schritt entfernt Ihr Zahnarzt die Bakterien Beläge, die sich unter dem Zahnfleischsaum bzw. den Zahnfleischtaschen befinden.

  • Dieser Prozess wird unter lokaler Betäubung durchgeführt, das heißt also Sie sind dabei wach.
  • Den Schritt bezeichnet der Arzt als subgingivale Reinigung, also eine unter dem Zahnfleisch liegende Reinigung.

Bei stark ausgeprägter Parodontose kann es auch sein, das kleinere chirurgische Eingriffe nötig sind, um den Großteil der Keime zu entfernen.

Schwer erreichbare Zahnfleischtaschen lassen sich duch solche aufwendigen Behandlungsmethoden reinigen.

Weitere Maßnahmen für gesündere Zähne

Nach der Reinigung wird das Zahnfleisch mit einer speziellen Lösung desinfiziert (eventuell kommt auch eine Zahnversiegelung in Frage).

Als Prophylaxe bekommen Sie meist auch ein antibiotisches Präparat, das Sie einige Tage nehmen müssen. Das vermindert Bakterienherde & erleichtert die Regeneration.

Sollte schon viel Knochensubstanz abgetragen worden sein, können aufbauende Verfahren verwendet werden, um den Kiefer zu regenerieren – das ist jedoch recht aufwendig & teuer.

3.      Die Nachsorge und Erhaltungstherapie

Um einen langfristigen Behandlungserfolg zu garantieren, müssen Sie Hand in Hand mit Ihrem Zahnarzt zusammenarbeiten.

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Der Kampf gegen Parodontose hört nach der Behandlung nicht auf – die Nachsorge ist extrem wichtig.

Mindestens genauso wichtig wie die Therapie selbst ist die Nachsorge zuhause.

  • Eine gute Mundhygiene ist wichtig, um ein erneutes Auftreten von Parodontose zu verhindern.
  • Dabei ist neben der Hygiene zuhause auch ein regelmäßiger Besuch beim Zahnarzt zu Kontrolle von Bedeutung.

So können Sie zusammen mit Ihrem Zahnarzt verhindern, dass Ihr Zahnhalteapparat weiter zerstört wird und erfreuen sich so lange wie möglich an Ihren eigenen Zähnen.

Dauer der Behandlung

Pro Seite dauert die Behandlung etwa 20 – 50 Minuten, je nach Schweregrad.

Bei einem Knochenaufbau müssen Sie zusätzliche Zeit einplanen. Bei den meisten Patienten ist die Therapie jedoch schnell durchgeführt.

Betäubung während der Parodontosebehandlung

In der Regel verwendet Ihr Zahnarzt eine lokale Betäubung. Dabei spritzt er das Betäubungsmittel mit Hilfe einer Spritze in verschiedene Stellen in Ihrem Zahnfleisch.

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  • Nach etwa 5 – 15 Minuten spüren Sie dann dort nichts mehr, sind allerdings bei vollem Bewusstsein. Einige Patienten brauchen gar keine Betäubung.
  • Manchmal kann man auch statt einer Spritze ein Betäubungsgel nehmen, allerdings betäubt dieses nicht so gut, erspart einem aber das Gepieckse.

Hinweis: Eine Vollnarkose ist nicht notwendig und muss – wenn gewünscht – komplett selbst getragen werden. Falls Sie Angst vor dem Zahnarzt haben, kann so eine Betäubung hilfreich gegen die Furcht sein.

Wie oft muss ich eine Parodontosebehandlung durchführen?

Parodontose stellt eine chronische Erkrankung dar.

Sobald Sie daran leiden, können Sie die Erkrankung niemals vollständig heilen. Alles was Sie tun können, ist den Ausbruch frühzeitig zu erkennen und so Komplikationen vorzubeugen.

Allerdings lässt sich durch gute Nachsorge, Kontrolluntersuchungen und Eigeninitiative der Ausbruch gut eindämmen.

Was muss ich nach der Behandlung beachten & wie fördere ich die Wundheilung?

Einige Dinge sollten Sie nach Ihrer Parodontosebehandlung beachten, um ein bestmögliches Ergebnis zu garantieren.

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Natürlich hilft Ihnen Ihr Zahnarzt immer weiter – es schadet jedoch nicht, sich bereits vorher zu informieren.

Außerdem schadet es nicht, für die Zeit nach der Sitzung zu planen (und z.B. die Rückfahrt zu organisieren).

Das Autofahren

Nach einer lokalen Betäubung ist Ihre Gesichtsmuskulatur bis zu 8 Stunden betäubt und gelähmt. Autofahren ist in der Regel möglich, wird allerdings nicht empfohlen.

Wenn möglich, lassen Sie sich lieber abholen.

Essen und Trinken

Durch die Betäubung ist das Kauen und Sprechen kaum möglich.Warten Sie lieber ab bis die Betäubung abgeklungen ist, bevor Sie etwas zu sich nehmen.

Sie können danach im Prinzip alles essen, allerdings sollten Sie sehr scharfe und saure Nahrungsmittel und Getränke meiden.

Einige Zahnärzte empfehlen, direkt nach so einer Behandlung keine färbenden Lebensmittel zu sich zu nehmen, damit sich keine Verfärbungen in den oberen Zahnschichten festsetzen können.

Rauchen & Alkohol vermeiden

Verzichten Sie zumindest in den ersten 24 Stunden auf Zigaretten und Nikotin. Nikotin verzögert nämlich die Wundheilung enorm.

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Raucher haben ein höheres Risiko – außerdem gelingt die Parodontosebehandlung seltener.

Außerdem entsteht beim Ziehen im Mundraum ein Unterdruck, der die Wunden zum Aufplatzen bringen kann.

Wie auch bei Nikotin, verzögert Alkohol ebenfalls die Wundheilung. Es ist empfohlen, zumindest am ersten Tag auf Alkohol und andere Genussgifte zu verzichten.

Sport

Sport oder blutdrucksteigernde Tätigkeiten wie Putzen oder ähnliches sollten in den ersten Tagen komplett gemieden werden.

Durch den erhöhten Blutdruck besteht nämlich die Gefahr, dass die Wunden wieder aufgehen, bevor diese verheilt sind.

Mundspülungen

Verwenden Sie zumindest in den ersten Tagen eine Mundspülung, die eine Chlorhexidin-Lösung enthält. Meridol zum Beispiel ist in der Apotheke rezeptfrei erhältlich und eignet sich sehr gut.

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Mundspülungen senken das Risiko für Parodontose – auch nach der Behandlung.

Am Besten 2 – 3-mal täglich nach dem Zähneputzen einige Minuten lang gurgeln und auch durch die Zähne ziehen.

Schonendes Zähneputzen

In den ersten Tagen ist Vorsicht geboten bei der Zahnpflege.

  • Verzichten Sie auf elektrische Zahnbürsten oder Bürsten mit Borsten für die Zahnzwischenräume.
  • Seien sie behutsam und vorsichtig bei der Zahnpflege und versuchen Sie, nur leicht und ohne großen Druck die Zähne zu putzen.

Eine Zahnpasta mit zahnaufhellenden Partikeln (z.B. schwarze Zahnpasta mit Aktivkohle) sollten Sie ebenfalls nicht verwenden.

Zahnseide

Auch auf Zahnseide sollten Sie in den ersten Tagen verzichten, bis die Wunden verschlossen sind. Auch Mundduschen oder Interdentalbürsten sind tabu.

Weitere Hausmittel & Maßnahmen nach der Behandlung

Zusätzlich gibt es noch einige zusätzliche Mittel, mit denen Sie die Wundheilung fördern können.

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Mit ein paar Hausmitteln & Maßnahmen können Sie die Heilung gezielt unterstützen.

Kamille

Kamille wirkt beruhigend. Trinken Sie einige Tassen Kamillentee am Tag oder machen Sie sich ein Kamillenmundwasser selbst. Hierfür einfach 2 Teebeutel mit 250 ml kochendem Wasser übergießen und abkühlen lassen.

Mehrmals täglich gurgeln.

Kühlen

Kühlung hilft dabei, die Schwellungen schneller abklingen zu lassen. Einfach ein Eispack in ein Geschirrtuch wickeln und mehrmals täglich für einige Minuten auf die betroffene Wange legen.

Niemals ohne Geschirrtuch direkt auf die Haut legen, da sonst Erfrierungen drohen.

Antibiotika-Therapie befolgen

Nicht immer verschreibt der Arzt Ihnen Antibiotika. Dies kommt auf die Schwere Ihrer Parodontose an.

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Sollten Sie Antibiotika bekommen, nehmen Sie dies wie der Arzt es Ihnen verordnet hat. Die Einnahme dient als Prophylaxe (Vorbeugung) für weitere Infektionen.

Kontrollen

Zahnärzte empfehlen, etwa 2-3-mal jährlich zur Kontrolle zu kommen. Da Sie bereits einmal an Parodontose gelitten haben, kann sich dies nochmals bilden.

Eine Früherkennung erspart Ihnen viel Ärger und sorgt für einen großen Therapieerfolg.

Schmerzen nach der Behandlung – ist das normal?

In der Regel treten keine starken Schmerzen nach der Behandlung auf.

schmerzempfindliche zahnhälse nach der parodontosebehandlung
Schmerzempfindliche Zahnhälse können nach der Parodontosebehandlung vorkommen.

Oftmals klagen Patienten lediglich über einen wunden Mund, der durch ein entzündetes Zahnfleisch entsteht.

  • Manchmal reagieren die Zähne empfindlicher auf extreme Temperaturen sowie saures und süßes als normal.
  • Allerdings sollten sich diese Beschwerden nach spätestens drei Tagen bessern bzw. gänzlich verschwinden.

Die Einnahme von Schmerzmitteln ist nicht nötig. Sollten Sie unter sehr starken Schmerzen leiden, kontaktieren Sie Ihren Zahnarzt.

Hilfe – meine Zähne wackeln nach der Parodontosebehandlung!

Manchmal kann es passieren, dass einzelne Zähne nach der Behandlung wackeln.

  • Dies liegt meistens daran, dass viel Plaque zwischen den Zähnen entfernt wurde und nun mehr Platz zwischen den Zähnen entstanden ist.
  • In der Regel legt sich das Problem allerdings innerhalb weniger Monate wieder und die Zähne sind dann wieder fest.

Manchmal liegt das Wackeln aber auch an einem fortgeschrittenen abgebauten Zahnbett. Dann bleibt das Wackeln leider. Die Parodontose war dann bereits sehr weit fortgeschritten.

Gibt es Alternativen zur konventionellen Parodontosebehandlung?

Ja, es gibt auch andere Therapieformen, die statt der normalen Parodontosebehandlung gewählt werden können.

patient beim zahnarzt
Es gibt auch noch andere Therapien abseits der konventionellen Parodontosebehandlung.

Die offene Parodontosebehandlung

Diese Behandlung ist meist dann notwendig, wenn nach die normale Parodontosebehandlung keinen großen Erfolg erzielt hat.

  • Dann muss unter lokaler Betäubung das Zahnfleisch aufgeklappt werden, um besser und tiefer in die Zahnstruktur vordringen zu können.
  • Es gibt dafür verschiedene Schnitttechniken, die sich aber ähneln und gemein haben, dass sie gewebeschonend sind und eine gute Übersicht ermöglichen.

Durch die nun ermöglichte freie Sicht kann Ihr Zahnarzt die befallenen Wurzeloberflächen mit Handinstrumenten entfernen und gereinigt.

Nach der Desinfektion vernäht der Zahnarzt das Gewebe.

Diese Methode ist invasiv (also genau das Gegenteil von minimalinvasiven Eingriffen, die so schonend wie möglich sind) und führt zu Narbenbildung und in extremen Fällen zu Narbenwucherungen.

Aus diesem Grund ist dies nur eine Therapie, die nach einer gescheiterten konventionellen Parodontosebehandlung gewählt wird.

Eine moderne und effiziente Methode: Die Laser Parodontose Therapie

Eine besonders schonende und effiziente Methode ist die antimikrobielle Laser Therapie.

  • Bei dieser innovativen Technik verwendet Ihr Zahnarzt einen sogenannten Photosensitizer, der durch einen Softlaser aktiviert wird.
  • Sauerstoff wird in den Bakterien, die diesen Farbstoff aufnehmen, freigesetzt und die sauerstoffempfindlichen Bakterien sterben ab.

Der Vorteil hierbei: Es entstehen keinerlei Nebenwirkungen und der Vorgang kann jederzeit wiederholt werden. Außerdem kann auf die Gabe von zusätzlichem Antibiotika verzichtet werden.

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Da nur sauerstoffaufnehmende Bakterien zerstört werden, ist diese Methode besonders gewebsschonend und bietet eine sehr schnelle Wundheilung mit minimalen Beschwerden.

Eine gute Alternative – Die Behandlung mit Ultraschall

Bei einer fortgeschrittenen Parodontitis kann alternativ auch eine Ultraschall Therapie gewählt werden.

  • Das Ultraschall-Gerät ist nicht nur besonders schonend, sondern es erlaubt auch die Untersuchung von Bereichen, die sonst nicht erreichbar währen.
  • Starke Ultraschallschwingen sorgen dafür, dass gezielt bakterielle Zahnablagerungen zerstört werden.

Eine zusätzliche Flüssigkeit umspült den Mundraum und entfernt den Plaque. Auch Bakterien und Keime in den Zahnfleischtaschen werden so einfach rausgespült.

Hinweis: Sprechen Sie mit Ihrem Zahnarzt darüber, welche Methode für Ihre Zähne (und Ihren Geldbeutel) die beste Variante ist.

Kosten der Parodontosebehandlung

Die Kosten für eine Parodontosebehandlung varrieren stark und werden meist nicht komplett von der Krankenkasse übernommen.

parodontosebehandlung kosten

Wie bei jeder anderen Leistung kommt dies immer auf den jeweiligen Fall. In jedem Fall sollten Sie Ihre Krankenkasse nochmals fragen.

Auch mit einem gepflegten Bonusheft können Sie Ihre eigenen Kosten nochmals senken.

Die konventionelle Parodontosetherapie

In der Regel zahlt die Krankenkasse die Therapie an sich komplett.

Allerdings kommen meist weitere Behandlungsschritte wie zum Beispiel eine professionelle Zahnreinigung oder Zahnsteinentfernung noch dazu.

Diese Kosten müssen Sie dann selbst tragen. Je nach Dauer und Intensität kostet die profesionelle Zahnreinigung 30€ – 100€.

Die Lasertherapie

Diese Art der Parodontosebehandlung wird von gesetzlichen Krankenkassen nicht getragen.

Die Kosten belaufen sich auf etwa 15€ pro Zahn, ein ganzes Gebiss kostet um die 400€.

Die Ultraschalltherapie

Auch bei dieser Form der Parodontosebehandlung mittels Ultraschallwellen werden die Kosten nicht von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen.

Hier belaufen sich die Kosten auf etwa 10€ – 25€ pro Zahn.

Vorbehandlungen

Behandlungsschritte, die vor der eigentlichen Parodontosebehandlung notwendig sind, übernimmt die Krankenkasse nicht.

Je nach Aufwand und Dauer belaufen sich die Kosten hier auf etwa 100€ – 300€.

Keimtest

Manchmal muss eine Probe der Bakterien ins Zahnarztlabor geschickt werden, wenn der Zahnarzt eine zusätzliche Antibiotika-Therapie in Erwägung zieht oder eine vorangegangene Behandlung fehlgeschlagen ist.

Der Keimtest kostet bis zu 80€ und muss von Ihnen getragen werden.

Nachsorge

Die Nachsorge ist sehr wichtig, da es sich bei Parodontose um eine chronische Erkrankung handelt, die jederzeit erneut ausbrechen kann.

Je nach Untersuchungsform und Behandlungsweise kommen auch hier nochmals kosten bis zu 200€ auf Sie zu.

Alles Inklusive: Vorbehandlungspakete

Viele Zahnärzte bieten inzwischen ein „All Inclusive“ Paket für ihre Patienten an, die sowohl die professionelle Zahnreinigung als auch die Laboranalyse und einige andere Dinge enthält.

Diese Pakete kosten zwischen 100€ – 400€.

Dies klingt zwar anfangs viel, allerdings kosten die einzelnen Behandlungen um einiges mehr.Fragen Sie hierzu einfach Ihren Zahnarzt, ob er dies auch anbietet.

Hausmittel als Alternative zur Parodontosebehandlung

Auch Oma leidete bereits an nerviger Parodontitis. Doch sie wusste sich zu helfen.

parodontose hausmittel

Hinweis: Alle diese Hausmittel lindern maximal Symptome. Die eigentlichen Ursachen halten Sie nur mit einer professionellen Behandlung beim Zahnarzt auf!

 

Grüner Tee

Grüner Tee boostet nicht nur den Metabolismus und hilft so beim Abnehmen.

Studien haben gezeigt, dass der tägliche Verzehr von 2-3 Tassen grünen Tee das Fortschreiten von Parodontose effektiv verhindern kann.

Ölziehen

Ölziehen ist ein altes Hausmittel bei Zahnfleischbeschwerden, welches Entzündungen heilt, Zahnfleischschmerzen lindert und das Zahnfleisch bei Parodontose festigen kann.

Morgens und abends vor dem Zähneputzen einen Esslöffel Pflanzenöl/Olivenöl/Kokosöl in den Mund nehmen und durch die Zahnzwischenräume pressen bzw. saugen.

Weiße Zähne mit Kokosöl

Nach 5 Minuten das Öl ausspucken, dann die Zähne putzen.

Tipp: Hier lesen Sie mehr dazu: Ölziehen mit Kokosöl.

Nelkenöl

Das Nelkenöl hilft vor allen Dingen bei Zahnfleischbluten und Schmerzen an den Zahnhälsen.

Einfach mit Hilfe eines Wattestäbchens auf die betroffenen Stellen geben. Mehrmals täglich wiederholen.

Aloe Vera Gel

Gegen zurückgehendes Zahnfleisch hilft das Naturheilmittel Aloe Vera.

Aloe Vera Gel wird mehrmals täglich auf das Zahnfleisch gegeben und dann einmassiert. So lange wie möglich darauf wirken lassen, anschließend kann es heruntergeschluckt werden

Salbei und Thymian

Bei Zahnfleischerkrankungen haben sich bereits im Mittelalter Mundspülungen aus Heilkräutern als wirksam erwiesen.

  • Salbei und Thymian wirken entzündungshemmend und lindern die Beschwerden schnell. Der Zahnfleisch wird gestärkt.
  • Einfach zwei Esslöffel Thymian und Salbei in eine Tasse geben, mit heißem Wasser übergießen. 15 Minuten ziehen lassen und dann absieben.

Mehrmals täglich als Mundspülung verwenden.

Salzwasser

Salz ist antibakteriell und hilft so gegen Karies und Parodontitis.

1-2 Esslöffel Salz in Wasser auflösen und mehrmals täglich gurgeln.

Tipp: Weiße Zähne bekommen – hier erfahren Sie, wie das geht.

Teebaumöl

Teebaumöl ist ein gutes natürliches Mittel gegen unerwünschtes Bakterienwachstum im Mund.

Einfach mehrmals täglich mit einem Wattestäbchen auf die betroffenen Stellen auftragen.

Wasserstoffperoxid

Wasserstoffperoxid ist ein starkes antibakterielles Mittel.

Fragen Sie in der Apotheke nach einer Mundspülung, die Wasserstoffperoxid enthält und gurgeln Sie diese mehrmals täglich.
Dadurch kann das Bakterienwachstum effektiv gehemmt werden.

Alternativ kaufen Sie einfach eine 3% Wasserstoffperoxid Lösung in der Apotheke und verdünnen Sie diese 1:2 mit Wasser.

Noch mehr Tipps lesen Sie hier: Hausmittel bei Zahnfleischschwund.

Die Prophylaxe – Was kann ich tun, um mir die Behandlung zu ersparen?

Natürlich ist es immer am besten und angenehmsten, gar nicht erst behandelt werden zu müssen. Hier einige Tipps für Sie, wie Sie Parodontose vorbeugen können.

parodontose vorbeugen
Nehmen Sie sich einige Minuten Zeit und lernen Sie, bestmöglich gegen Parodontose vorzusorgen.

Hinweis: Mehr Informationen zur Vorbeugung lesen Sie hier: Zahnfleischentzündungen behandeln und Parodontose vermeiden.

Zahnhygiene

Putzen Sie mindestens zweimal am Tag gründlich Ihre Zähne – Morgens und abends nach dem Essen.

Warten Sie jedoch nach der Mahlzeit etwa 30 Minuten, um nicht den Zahnschmelz anzugreifen.

Zahnpasta

Verwenden Sie Zahnpasta ohne aufhellende Partikel. Diese sind nämlich wie Schmirgelpapier für die Zähne und rubbeln einen Teil des Zahnschmelzes ab. Dadurch sind die Zähne eher angreifbar.

Elektrische Zahnbürste

Elektrische Zahnbürsten reinigen gründlicher und schonender.

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Vor allen Dingen diese mit Ultraschall. Bei solchen Modellen bewegt sich der Bürstenkopf nicht und sie schonen das Zahnfleisch deshalb besonders gut. Mehr lesen Sie hier: Ultraschallzahnbürsten im Test.

Auch „normale“ Schallzahnbürsten reduzieren Zahnfleischentzündungen und reinigen meist gründlicher als Handzahnbürsten.

Investieren Sie in eine gute und fördern Sie Ihre Zahngesundheit.

Zahnseide

Verwenden Sie mehrmals wöchentlich Zahnseide, um auch die Ablagerungen in den Zahnzwischenräumen zu entfernen.

Munddusche

Mundduschen spülen mit hohem Wasserdruck die Bakterien aus dem Mund und helfen dabei, Infektionen vorzubeugen.

Munddusche für empfindliches zahnfleisch

Auch hier ist dies kein Ersatz fürs Zähneputzen oder Zahnseide, sondern dient als Ergänzung.

Mundspülung

Die regelmäßige Anwendung von Mundwasser hat gezeigt, dass die Zähne weniger erkranken.

Das Mundwasser wirkt antibakteriell und tötet Keime ab. Allerdings ersetzt auch dies kein Zähneputzen, sondern dient lediglich als Ergänzung.

Professionelle Zahnreinigung & Kontrolluntersuchungen

Lassen Sie 1-2-mal jährlich Ihre Zähne professionell von Ihrem Zahnarzt reinigen. So wird effektiv Parodontitis vorgebeugt.

Gehen Sie mindestens alle sechs Monate zu Ihrem Zahnarzt zur Kontrolle. So lässt sich schon früh erkennen, ob Sie an Parodontitis leiden und Sie können schnell handeln.

Zucker vermeiden

Was für Kinder schon nicht gut war, ist es für uns Erwachsene auch nicht. Zucker bietet einen idealen Nährboden für Bakterien.

zucker parodontose

Ein erhöhter Zuckerkonsum steigert das Risiko von Parodontose um mehr als das dreifache.

Setzen Sie besser auf zahnfreundliche Alternativen wie Zahnpflegekaugummi oder Xylit.

Diabetes & andere chronische Erkrankungen beobachten

Unkontrollierte chronische Erkrankungen wie Diabetes erhöhen das Risiko von allerlei Erkrankungen, auch von Parodontose.

Vitamin C und Zink

Sowohl Vitamin C als auch Zink können dabei helfen, das Immunsystem zu stärken und das Risiko von Parodontose zu senken.

Ausgewogene Ernährung

Ernähren Sie sich ausgewogen und essen Sie viel frisches Obst und Gemüse. Auf diese Weise unterstützen Sie Ihr Immunsystem – und Ihr Wohlbefinden.

Tipp: Hier lesen Sie mehr über Superfood für die Zähne.

Sport

Bewegung unterstützt das Herz-Kreislauf-System und das Immunsystem positiv und lässt Sie länger gesund bleiben.

Schlusswort

Ich hoffe, dieser Artikel rund ums Thema Parodontosebehandlung war hilfreich für Sie.

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Durch eine gründliche und sorgfältige Mundhygiene können Sie selbst viel gegen  kaputte Zähne & teure Behandlungen beim Zahnarzt unternehmen.

Gerne können Sie auch noch in den restlichen Artikel rund ums Thema Zahnfleischentzündungen & Parodontose stöbern:

Übersicht zum Thema Parodontose

Übersicht zum Thema Zahnfleischentzündungen

Die Ursachen von Parodontose erklärt

Alles zu Hausmitteln gegen Zahnfleischschwund

Gesunde Lebensmittel zur Vorbeugung von Parodontose

Wie vermeide ich Zahnfleischrückgang? Alles zur Vorsorge

Noch mehr Tipps gibt’s in diesen 2 Artikeln: Die richtige Zahnpflege im Alter & Alles zu Zahnersatz.

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