Weisheitszähne

➤ Alle wichtigen Informationen zum Entfernen der Weisheitszähne - Wann eine Operation nötig ist, mit welchen Kosten & Risiken Sie rechnen müssen.

Weisheitszähne kommen normalerweise nur dann ins Gespräch, wenn sie Probleme machen. Hier erfahren Sie alles, was Sie vor der Behandlung wissen müssen.

Es fängt meistens damit an, dass die Zähne erst im späteren Alter – meistens zwischen 17 und 25 Jahren – durchbrechen und dann Zahnschmerzen verursachen.

Meistens ist dann eine Operation zum Entfernen der Zähne nötig.

Weisheitszahn OP

Vielleicht steht bei Ihnen bereits eine Weisheitszahn-OP bevor. Im dazugehörigen Ratgeber erfahren Sie sämtliche Informationen zum Ablauf. Starten Sie also am besten dort, um sich einen Überblick zu verschaffen.

  • Der Artikel zu den Kosten einer Weisheitszahnentfernung bietet einen schnellen Vergleich der verschiedenen OP-Arten & den Zusatzkosten.
  • Was tun, wenn die Weisheitszähne schmerzen? Mögliche Lösungen & (Haus-)Mittel für die Zeit vor & nach einer Weisheitszahn OP.
  • Wie bei den meisten Operationen kann es auch zu Problemen kommen – den möglichen Risiken einer Weisheitszahn OP haben wir einen eigenen Artikel gewidmet.
  • Wenn Sie sich fragen, wie Sie die Schwellung der Weisheitszähne nach der OP so schnell wie möglich lindern, haben wir auch dafür Informationen für Sie.
  • Fragen Sie sich, was Sie nach der Weisheitszahn-OP essen können? Dort finden Sie neben empfohlenen Lebensmitteln auch ein paar leckere Rezepte.

Im folgenden Artikel finden Sie außerdem eine Beschreibung von häufigen Problemen & Symptomen, die eine OP nötig machen können.

Falls Sie ein Thema ganz besonders interessiert, dann springen Sie einfach zum verlinkten Artikel. Oder lesen Sie hier weiter, um einen allgemeinen Überblick zu Weisheitszähnen zu erhalten.

Davor können Sie aber auch gerne hier weiterlesen, um mehr über Ihre Weisheitszähne zu erfahren – und warum sie so oft Probleme verursachen.

Warum haben wir überhaupt Weisheitszähne?

Weisheitszähne sind ein Relikt der Evolution. Unsere Kopfform hat sich im Laufe der Entwicklung stark verändert – der Mundraum ist kleiner geworden, die Kieferleiste kürzer.

weisheitszähne zahnarzt

Durch unsere veränderte Ernährung werden zudem die Zähne weniger stark abgenutzt und schieben sich nicht so stark zusammen. Daher haben die hintersten Backenzähne inzwischen oft keinen Platz mehr.

  • Dabei waren Sie früher einmal für uns sehr nützlich – zum Zerkauen von Nüssen, Kernen und anderer pflanzlicher Nahrung.
  • Die meisten Menschen haben vier Weisheitszähne, es können sich aber auch mehr oder weniger Zähne ausbilden.

Ab welchen Alter machen sich Weisheitszähne bemerkbar?

Die Weisheitszähne treten meist im Erwachsenenalter hervor, wovon sich auch ihr Name ableitet. Die Anlagen sind erst im Alter von 14 Jahren oder noch später auf dem Röntgenbild sichtbar.

Manchmal – allerdings sehr selten – liegen hinter den eigentlichen Zähnen sogar noch weitere Weisheitszähne (Distomolaren oder „Neuner“ genannt). Der Rekord wird von Vijay Kumar gehalten, der insgesamt 37 Zähne hat.

Bei 90% aller Menschen haben sich die Weisheitszähne vor dem 30. Lebensjahr bemerkbar gemacht. Sie können aber auch erst sehr viel später auftauchen – unter Umständen sogar bei zahnlosen Senioren.

Weisheitszähne entfernen nötig?

Müssen Weisheitszähne IMMER entfernt werden?

Die Entfernung der Weisheitszähne gehört zu den häufigsten chirurgischen Eingriffen. Aber ist das wirklich immer nötig?

Weil der Mundraum im Laufe der Evolution kleiner geworden ist, haben Weisheitszähne meistens keinen Platz, um normal zu wachsen. Sie können oft keine normale Form oder Wurzeln ausbilden.

  • Zusätzlich wachsen sie oft schief und drücken gegen die daneben liegenden Backenzähne – dadurch werden die anderen Zähne im Kiefer zusammengeschoben.
  • Das kann nicht nur unschön aussehen, sondern die Zähne werden dadurch auch leichter geschädigt, weil sie ungleichmäßig aufeinander liegen.
  • Zusätzlich kann es langfristig zu Zähneknirschen, Kopfschmerzen, Hals- und Ohrenschmerzen, Tinnitus und anderen Nebenwirkungen kommen.

Ist der Kiefer groß genug, können sich die Weisheitszähne meist ohne Probleme ausbilden, und es besteht kein Grund, sie zu entfernen.

Welche Probleme & Symptome gibt es?

Die gesundheitlichen Probleme durch Weisheitszähne sind vielfältig (mehr dazu lesen Sie im verlinkten Artikel). Selbst, wenn sie keine akuten Schmerzen haben, lohnt sich eine Untersuchung der hinteren Zähne.

Bei bis zu 23 Prozent aller zunächst unauffälligen Weisheitszähne kommt es im Laufe der Zeit zu Problemen.

weisheitszähne ratgeber

Eine Operation sollte daher zusammen mit dem Zahnarzt sorgfältig erwogen werden. Mehr zum genauen Ablauf einer Weisheitszahn-Operation lesen Sie wie gesagt im Ratgeber zur Weisheitszahn OP.

Kann ich die negativen Folgen verhindern?

Die Verschiebung der Nachbarzähne kann im Kindesalter mit Hilfe einer Zahnspange verhindert werden, die dann aber getragen werden muss, bis die Weisheitszähne voll ausgebildet sind.

Manchmal ist auch später noch weitere Behandlung notwendig, damit die Zähne sich nicht ineinanderschieben. Die Weisheitszähne sind außerdem schwer beim Putzen zu erreichen, weshalb sie sich manchmal zu Kariesherden ausbilden.

In diesem Fall kann eine konsequente Zahnpflege mit elektrischen Zahnbürste + Zahnseide helfen.

Hausmittel gegen Schmerzen

Zum Glück gibt es eine Reihe an Hausmitteln, um die Schmerzen zu lindern.

Die besten Hausmittel für schmerzende Weisheitszähne

Manchmal sind die von den Weisheitszähnen verursachten Probleme aber auch schwerwiegender, und der Zahnarzt sagt Ihnen, dass die Weisheitszähne entfernt werden müssen.

Sind Weisheitszähne manchmal auch nützlich?

Wenn ein Weisheitszahn sich normal ausbilden kann, kann er unter Umständen sehr nützlich sein.

Fehlen beispielsweise andere Zähne in der gleichen Kieferhälfte – weil Sie sich nicht ausgebildet haben oder gezogen werden mussten – kann der Weisheitszahn diese ersetzen.

  • Ist einer der Backenzähne krank, kann dieser gezogen werden, und der Weisheitszahn rückt an seine Stelle.
  • Auch kann der Weisheitszahn später als Halt für eine Brücke oder Prothese dienen und so kostspielige Implantate verhindern.

In Zukunft sind noch mehr Vorteile möglich

Aus den Weisheitszähnen lassen sich außerdem Knochen-, Knorpel-, Nerven- oder Muskelzellen bilden.

aufbau des zahns

  • Damit könnte man in der Zukunft zum Beispiel einen geschädigten Kiefer besser heilen, oder ein Zahnimplantat besser einwachsen lassen.
  • Wenn die Forschung weiter voranschreitet, könnten sie auch beim Heilen anderer Knochenschäden & Körperregionen nützlich sein.

Erste Studien haben beispielsweise ergeben, dass diese Stammzellen zur Bildung neuer Cornea-Zellen verwendet werden können – dadurch kann möglicherweise eine Erblindung durch Schädigung der Hornhaut geheilt werden.

Fachbegriffe rund ums Thema Weisheitszähne

Beim Besprechen der Weisheitszähne werden Sie wahrscheinlich einige Fachbegriffe von Ihrem Zahnarzt hören. Hier ist eine kurze Zusammenfassung:
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Wie erkenne ich, dass es mit den Weisheitszähnen Probleme gibt?

Durch Weisheitszähne verursachte Entzündungen machen sich vor allem durch Schmerzen im hinteren Kieferbereich bemerkbar.

Empfindliches, geschwollenes und blutendes Zahnfleisch ist ein weiteres Symptom. Zusätzlich kann es zu Schwellungen an Kiefer, Hals und Schulter kommen.

weisheitszähne schmerzen

Neben etlichen weiteren Symptomen sind auch Kopfschmerzen ein häufiges Anzeichen.

Können Weisheitszähne wirklich in jedem Alter neu wachsen?

Bei den meisten Menschen machen sich die Weisheitszähne vor dem 30. Lebensjahr bemerkbar. Weisheitszähne können aber auch lange unentdeckt bleiben.

Manchmal werden Sie erst bemerkt, wenn andere Zähne entfernt worden sind. Weisheitszähne können noch im hohen Alter erscheinen.

Die älteste Person, bei der ein neuer Weisheitszahn festgestellt wurde, ist Ingeborg Wolf-Wimmer – bei ihr wurde der Weisheitszahn im Alter von fast 93 Jahren entdeckt, weil er Probleme mit ihrer Zahnprothese verursachte.

Aber sind diese Zähne wirklich neu gewachsen? Nein. Weisheitszähne entwickeln sich im Alter von 14 bis 25 Jahren.

Tief liegende Weisheitszähne können allerdings sehr viel später an die Oberfläche treten, besonders dann, wenn eine Zahnprothese getragen wird oder andere Zähne entfernt wurden.

Regelmäßige Routinebesuche beim Zahnarzt

Es schadet sicher nicht, beim nächsten Besuch die Weisheitszähne überprüfen zu lassen.

Tägliches Zähneputzen und das Benutzen von Zahnseide oder einer Munddusche sind natürlich immer zu empfehlen – denn sie stellen das günstigste & beste Mittel für gesunde Zähne dar.

Eine elektrische Zahnbürste ist dafür nicht zwangsweise nötig, kann jedoch vor allem bei mangelhafter Putztechnik helfen.

Weitere Artikel rund um die Weisheitszähne

Ablauf einer Weisheitszahn OP

Die Kosten & Varianten im Überblick

Welches Essen nach der OP?

Wie die Schwellung lindern?

Schmerzen nach der OP lindern

Haufige Probleme & Symptome

Die Risiken einer Weisheitszahn-OP

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