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So wirksam ist eine Zahnversiegelung

Wenn Sie ein erhöhtes Risiko für Zahnkaries haben, könnten Dentaldichtungsmittel zur Zahnversiegelung die Lösung für Ihr Problem sein. Hier erfahren Sie alles Wichtige.

Zahnversiegelungen können für Patienten aller Altersgruppen von Vorteil sein – obwohl sie in der Regel für Kinder und Jugendliche, deren Zähne sich entwickeln, empfohlen werden.

Eine Versiegelung kann vor Karies schützen

Karies erweicht und löst zunehmend Zahnhartsubstanz. Die Krankheit beginnt an der Zahnoberfläche und bewegt sich durch den Zahnschmelz bis in die Wurzel.

  • Er bewirkt, dass das berühmte Loch im Innern des Zahnes, das besonders schmerzhaft ist, überhaupt entsteht.
  • Karies ist eine der häufigsten Erkrankungen in den Industrieländern. Ist der Zahn versiegelt, kann das die Ausbreitung verlangsamen.

So hilft eine Versiegelung der Zahnrillen vor Karies

Säuren und Kariesbakterien wirken zerstörend auf die Zähne. Die Wohnfläche der Bakterien, die Karies & schlechte Zähne verursachen, ist Plaque (klebriger Bakterienbelag).

Zahnversiegelung hilft gegen Karies

Karies ensteht vor allem an für die Zahnbürste schwer erreichbaren Stellen.

Dieser bildet sich vor allem durch Speisereste in den Zahnzwischenräumen & den Zahnoberflächen. Kohlenhydrate wie Zucker zersetzen sich in den Rillen (aber auch Stärke wie Kartoffeln & Brot, Traubenzucker und Obst).

  • Bevorzugte Stellen für die Bildung von Plaque sind: Die Zähne des äußeren Teils der oberen Backe (Wangenseite) und frontale Zähne der Innenfläche des Unterkiefers.
  • Die Bakterien wandeln den Zucker der Lebensmittel in Milchsäuren und andere organische Säuren um lösen das Calcium des harten Zahnmaterials auf.

Die Entmineralisierung der Zahnoberfläche geht schrittweise voran. Je länger diese Kohlenhydratreste an den Zähnen verklebt bleiben, desto eher besteht die Möglichkeit, dass die Zahnsubstanz angegriffen wird.

Der Faktor Zeit spielt eine entscheidende Rolle

In den Hohlräumen der Zähne werden Löcher immer größer – bis in die Tiefe – da Bakterien nur schwer dort zu entfernen sind.

  • Von dort geht die Entmineralisierung der Zahnsubstanz stetig voran und der Zerfall-Vorgang beschleunigt sich. Zahnverlust & Schlimmeres droht:
  • Die Bakterien können auch zu einer Entzündung des Zahnfleischs führen und auf andere Zähne bzw. den gesamten Mundraum übergreifen.

Übrigens: Der direkte Kontakt mit Säuren ist auch ohne bakterielle Wirkung möglich.

Versiegelung schützt vor Säuren

Speisen und Getränke aus Zitrusfrüchten, unverdünnte Fruchtsäfte, alkoholfreie Getränke und alle Arten von Cola-Getränken (auch als „light“ Produkte ohne Zucker) bewirken Karies.

Auch häufiges Erbrechen bei Bulimie oder Magersucht bringt immer wieder den sauren Magensaft in dem Mund.

Was bewirkt die Zahnversiegelung?

Ein Großteil des Karies entsteht in Furchen. Bakterien finden dort Nahrung vor und der Schmelz des Zahnes wird angegriffen.

  1. Meist fängt Zahnkaries in den Rillen der Molaren (Backenzähnen) an.
  2. Daher wird dort vom Zahnarzt ein dentales Dichtungsmittel aufgetragen.

Diese dünne Schicht dient als Barriere für die Ansammlung von Nahrungsmittelresten und Bakterien.

Das Ziel dieser vorbeugenden Behandlung ist, die kleinen Rillen zu füllen und zu schließen, damit die Zahnbürste effektiv die gesamte Oberfläche des Zahnes erreichen & säubern kann.

Das soll die (schnelle) Bildung von Karies verhindern.

Zahnversiegelung bei Kindern

In einigen Studien wurde gezeigt, dass sich bei vielen Kindern (etwa 4 von 5) Karies auf der Oberfläche der Backenzähne (Molaren) entwickelt.

  • Selbst wenn sich Ihr Kind regelmäßig die Zähne bürstet, kann sich Plaque in den Rissen der Oberfläche sammeln und dort Krankheiten verursachen.
  • Besonders, wenn die Putztechnik nicht zu 100% korrekt ist. Außerdem sind die Borsten der meisten Zahnbürsten oft breiter als diese sehr feinen Risse.

Die Anwendung einer Versiegelung wird daher nach dem Zahnen und vor dem Durchbruch der 2. Zähne für die meisten Kinder empfohlen.

 Wie funktioniert die Zahnversiegelung beim Zahnarzt?

Während der 1. Sitzung führt der Zahnarzt eine vollständige Überprüfung aller Zähne durch, um Ihr Risiko für Karies beurteilen. Falls es tiefe Zahnfurchen wird er wahrscheinlich eine Versiegelung vorschlagen.

Zahnversiegelung beim Zahnarzt durchführen

Danach erfolgt die Behandlung mit diesen Schritten:

  • Die Reinigung der Zähne, auf welche Sie die Zahnversiegelung aufgetragen bekommen.
  • Die Anwendung einer Lösung in Form von Gel, damit das Dichtungsmittel gut auf den Zähnen haftet.
  • Das Auftragen der Dichtungsmasse selbst, um die Furchen & Rillen der Zähne zu verschließen.
  • Die Photopolymerisation des Zahnes – das Dichtungsmittel wird mit Licht bestrahlt, um auszuhärten.

Es ist wichtig zu beachten, dass die Anwendung ohne Betäubung durchgeführt wird. Das Verfahren verläuft meist ohne Schmerzen und stellt einen Routineeingriff dar. Hohe Risiken für Ihre Gesundheit bestehen in der Regel nicht.

In welchem Alter sollte man die Zahnversiegelung durchführen?

Es ist möglich die Zahnversiegelung ab 6 Jahren zu machen (wenn der erste bleibende Backenzahn im Mund erscheint).

Ratsam kann eine weitere Versiegelung mit ca. 12 Jahren sein (wenn die zweiten Molaren ausbrechen).

Es ist außerdem möglich bei Erwachsenen einzuschreiten, die ein großes Kariesrisiko haben – wenn der Zahnarzt die Notwendigkeit der Handlung bejaht.

Eine Behandlung sollte ausschließlich unter ärztlicher Aufsicht erfolgen. Also keine Angst vor dem Zahnarzt.

Vorteile von dentalen Dichtungsmitteln

Die Zahnversiegelung reduziert erheblich das Risiko, dass sich Karies an den Zähnen entwickelt.

Zahnpflege gegen Karies

Sie schützt besonders jene Bereiche, die eine Zahnbürste nur schwer erreichen kann. Langfristig kommt so eine Behandlung sicher billiger als teure Zahnprothesen.

Meist hält die Zahnversiegelung 3 bis 10 Jahre an, wobei der Zustand regelmäßig von Ihrem Zahnarzt überprüft werden muss (um sicherzustellen, dass die Versiegelung nicht beschädigt ist).

Sicherheit des Materials und Risiken

Das benutzte Material ist im Wesentlichen ein Kunststoffharz, das seit Jahren erfolgreich eingesetzt wird.

Allerdings zeigen manche Studien, dass Kinder die mit Zahnversiegelungen in Berührung gekommen sind, winzige Mengen der chemischen Verbindung BPA aufweisen.

BPA ist bekannt dafür, das Hormon Östrogen nachzuahmen, welches natürlicherweise im Körper vorkommt. Ein Störfaktor, der zu einer Reihe von gesundheitlichen Problemen führen könnte.

BPA und Speichel

Ein kürzlich veröffentlichter Bericht der offiziellen Zeitschrift der American Academy of Pediatric betonte, dass das ausgesetzte BPA im Speichel eine chemische Reaktion auslöst.

  • Zudem ist eine deutliche Konzentration von BPA im Speichel bis zu 3 Stunden nach der Anwendung von Dentaldichtungsmitteln nachweisbar.
  • Zum minimieren BPA-Belastung sollte man die Oberfläche des Zahns nach dem Auftragen des Dentalproduktes abspülen.

Die Rolle dieses Materials in der Zahnkariesvorbeugung biete allerdings große Vorteile. Daher solle die Verwendung dieser Dichtungsmittel nicht aufgegeben werden.  Die Autoren der Studie betonen, dass die Dichtungen wahrscheinlich sicher sind.

Besonders, wenn man die Vorteile der Zahnversiegelung im Hinblick auf die Risiken durch Karies aufwiegt. Ein Loch im Zahn samt Bakterienherd schadet dem Körper ungemein.

Risikofaktoren, die eine Zahnversiegelung nötig machen können

Die Mundhygiene ist ein entscheidender Faktor; ist es notwendig regelmäßig Ihre Zähne nach dem Essen zu putzen – oder mindestens 2x am Tag.

Das schützt vor gefährlichen Bakterien auf den Zähnen.

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Die Zahnlücken müssen regelmäßig gereinigt werden, entweder mit Zahnseide oder kleinen Spezialbürsten (Interdentalbürsten), welche in Drogerien & Apotheken erhältlich sind. Plaque und Speisereste lagern sich dort an, ohne dass man sie bemerkt.

Eine normale Zahnbürste kann diese Zwischenräume nicht erreichen. Auch elektrische Zahnbürsten helfen hier nicht.

Saure Lebensmittel meiden

Vermeiden Sie saure Lebensmittel oder Getränke etwa eine halbe Stunde vor und nach dem Zähneputzen. Die Säuren erweichen die Zahnoberfläche und das Putzen schadet dem Zahnschmelz.

Zusammengefasst: So sorgen Sie für gesunde Zähne

Eine Zahnversiegelung kann sinnvoll sein – besonders bei Kindern & Erwachsenen Menschen mit tiefen Zahnrillen.

Fragen Sie Ihren Zahnarzt in einem persönlichen Gespräch nach seiner Meinung – er wird Ihnen sagen, ob eine Versiegelung für Ihre Zähne sinnvoll ist.

Ein paar Tipps zur Kariesvermeidung können Sie dagegen schon heute befolgen – ganz ohne Besuche beim Zahnarzt.

  • Putzen Sie Ihre Zähne nach jeder Mahlzeit für 2 Minuten
  • Verwenden ein antiseptisches Mundwasser nach dem Zähneputzen
  • Benutzen Sie Zahnseide oder eine andere Form der Zahnzwischenreinigung
  • Verwenden Sie eine fluorhaltige Zahnpasta mit niedrigem Abrieb
  • Nehmen Sie keine Süßigkeiten oder zuckerhaltige Getränke zwischen den Mahlzeiten zu sich
  • Gehen Sie alle sechs Monate für ein Check-up zum Zahnarzt – am besten gleich einen Termin ausmachen.

Tipp: Erfahren Sie viele hilfreiche Informationen für gesunde Zähne in unseren Artikeln zum Thema Zahnpflege.

Das Ziel dieser vorbeugenden Behandlung ist, die kleinen Rillen zu füllen und zu schließen, damit die Zahnbürste effektiv die gesamte Oberfläche des Zahnes erreichen & säubern kann.

Das soll die (schnelle) Bildung von Karies verhindern.

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