Empfehlung: Die beste elektrische Zahnbürste im ausführlichen Testvergleich finden.

Schwarze Zähne – Ursachen, Folgen und Behandlung

Ursachen, Folgen und Behandlung bei schwarzen Zähnen. Erfahren Sie, was Sie bei einem schwarzen Zahn unbedingt tun sollten.

Für viele sind gelbe Zähne ein unangenehmes und auffälliges Zeichen, dass die eigene Zahnhygiene nicht optimal ist. Gerade wenn Sie viel Kaffee oder schwarzen Tee trinken und/oder rauchen, leiden Sie eher an sich verfärbenden Zähnen.

Doch noch auffälliger wird es, wenn sich die Zähne schwarz verfärben.

  • Die Ursachen sind dabei sehr unterschiedlich. Ich werde Ihnen die verschiedenen Gründe für schwarze Zähne erklären und Ihnen zeigen, welche Folgen es für Sie haben kann.
  • In jedem Falle rate ich Ihnen, Ihren Zahnarzt aufzusuchen, um weitere Beschwerden zu vermeiden.

Außerdem gehe ich genauer auf die Behandlungs- und Vorbeugemethoden ein, damit Sie das Auftreten von schwarzen Zähnen gleich verhindern können, oder im Falle von bereits vorhandenen schwarzen Zähnen wissen, was Sie dagegen tun können.

Schwarze Zähne durch einen toten Zahn

Die am häufigsten auftretende Form von sich schwarz verfärbenden Zähnen ist das Absterben (Nekrose) des Zahngewebes (Pulpa). Daher wird diese Erkrankung auch als Pulpanekrose bezeichnet.

Schwarze Zähne Ursachen
Zahntod ist eine der häufigsten Ursachen für schwarze Zähne.

Wenn ein Zahn abstirbt, also nicht mehr mit Blut versorgt wird, dann verfärbt sich dieser nach und nach dunkel, bis er schließlich schwarz erscheint.

Da ein absterbender Zahn häufig kein Schmerzempfinden mehr aufweist, kann er Ihnen lange Zeit unbemerkt bleiben. Erst wenn sich die schwarze Färbung als unschöner Effekt zeigt, werden Sie auf den Schaden aufmerksam.

So erkennen Sie, ob Sie einen toten Zahn haben:

  • Der betroffene Zahn verfärbt sich schwarz.
  • In der Regel verursacht er keine Zahnschmerzen, da die Nerven bereits abgestorben sind.
  • Der Zahn wird spröde und brüchig – beim Kauen harter Nahrung können sich Splitter herauslösen.
  • Das umliegende Zahnfleisch kann sich röten und entzünden.

Für Zahnärzte ist eine Pulpanekrose ein regelrechter Herd für Erkrankungen des umliegenden Gewebes. Denn wenn sich Bakterien von diesem faulen Zahn in umliegendes Gewebe ausbreiten, können weitere Zahnerkrankungen, vermehrter Karies oder sogar die Infektion entfernt liegender Organe die Folge sein.

Hinweis: Wenn Sie einen abgestorbenen Zahn vermuten, dann sollten Sie diesen schnellstmöglich von einem Zahnarzt untersuchen lassen.

Handelt es sich bei dem Zahn tatsächlich um einen abgestorbenen Zahn, so wird Ihr Zahnarzt Ihnen eine Wurzelbehandlung empfehlen. Dabei beseitigt er abgestorbenes Gewebe, reinigt die betroffene Stelle und versiegelt den Zahn dann, um Sie vor Infektionen zu schützen.

Zahntod und mögliche Folgen

Lassen Sie den Zahn hingegen unbehandelt, so können sich Bakterien weiter in Ihrem Mund verbreiten, weitere Zähne befallen und den Verfallsprozess beschleunigen.

Folgen von Zahntot
Wenn Sie einen schwarzen Zahn bemerken, sollten Sie Ihren Zahnarzt aufsuchen. Denn Zahntod kann zu unerwünschten Beschwerden führen.
  • Des Weiteren kann das umliegende Zahnfleisch schmerzen und durch die Belastung erröten und sich entzünden. So treten leichter Blutungen beim Zähneputzen in der Region auf und im schlimmsten Fall führt das zum Rückgang des Zahnfleisches (Parodontitis).
  • In seltenen Fällen können Bakterien sogar über die Blutbahn zu entfernt liegenden Organen gelangen und dort für Folgeinfektionen und weitere Erkrankungen sorgen.

Falls Ihr Zahn bereits abgestorben ist, lässt sich dieser in keinem Fall retten, denn das tote Gewebe kann nicht erneuert werden.

Allerdings können Sie über eine Wurzelbehandlung mit anschließender Verkronung dafür sorgen, dass Sie den Zahn auch weiterhin verwenden können.

Ist die Nekrose jedoch schon so weit fortgeschritten, dass große Teile des Zahns fehlen, dann reichen eine Krone oder Füllung nicht mehr aus und Ihr Zahn muss entfernt werden, um Infektionen zu vermeiden.

In diesem Falle müssen Sie einen Zahnersatz in Betracht ziehen.

Da es sich hier um ein gesundheitliches Problem handelt, werden die Behandlungskosten in der Regel von der Krankenkasse ganz oder teilweise übernommen.

So beugen Sie dem Zahntod vor

Bis ein Zahn abstirbt, muss viel passieren. Natürlich kann ein Zahn jederzeit bei einem Unfall so stark verletzt werden, dass zum Beispiel die Blutzufuhr durchtrennt wird.

Der natürliche Prozess des Zahnverfalls ist aber relativ lange und wird Ihnen schon vorab mehrmals zum Beispiel durch starke Zahnschmerzen signalisieren, dass etwas nicht in Ordnung ist.

Strahlendes Lächeln dank Zahnseide
Achten Sie auf Ihre Zahngesundheit, um möglichem Zahntod vorzubeugen.

Um die Gesundheit Ihrer Zähne zu gewährleisten, müssen Sie auf eine ausreichende Zahnhygiene achten und auch die Vorsorgeuntersuchungen beim Zahnarzt ernst nehmen.

Hier ein paar Tipps für eine optimale Mundhygiene:

Tipp: Die besten elektrischen Zahnbürstenmodelle sind derzeit die Philips Sonicare DiamondClean, die Oral-B Smart 5000 & die Oral-B Pro 6000.

Elektrische Zahnbürste
Mit elektrischen Zahnbürsten putzen Sie im Gegensatz zu herkömmlichen Zahnbürsten wesentlich gründlicher.

In der Regel werden Sie schon auf den betroffenen Zahn aufmerksam, bevor sich dieser schwarz verfärbt. Denn bevor das Zahngewebe und die Nerven im Zahn absterben, werden Sie einen extremen Zahnschmerz verspüren – ein letzter Versuch Ihres Körpers, Sie auf ein dringendes Problem hinzuweisen.

Erst wenn der Zahn abgestorben ist, beginnt der Verwesungsprozess, der für die schwarze Verfärbung verantwortlich ist.

Mit regelmäßigen Vorbeuge- und Kontrolluntersuchungen beim Zahnarzt können Sie dieser Situation aber schon von Anfang an vorbeugen.

Schwarze Zähne durch Melanodontie (Black Stain)

Eine weitere Ursache für schwarze Zähne ist die sogenannte Melanodontie – umgangssprachlich auch Black Stain (schwarzer Fleck) genannt.

Als Melanodontie werden schwarze Rückstände und Flecken auf den Zähnen bezeichnet, die vermehrt um den Rand zum Zahnfleisch herum auftreten.

Schwarze Zähne bei Kindern
Schwarze Zähne bei Kindern können auch an einer Stoffwechselerkrankung liegen.

Sie wird durch verfärbende Bakterien hervorgerufen, die sich auf den Zähnen ablagern. Diese Bakterien entstehen durch eine Kombination von eisenhaltigen Speichelbestandteilen und bakteriellen Stoffwechselprodukten. Die hier für eine Reaktion notwendigen Stoffwechelprodukte haben nur wenige Menschen im Blut.

Zwar verursachen diese Reaktionen die schwarzen Ablagerungen auf den Zähnen, welche unschön aussehen und gerade bei Kindern häufig zu Hänseleien führen, gesundheitlich sind Sie aber unbedenklich.

Info: Diese Erkrankung tritt nur sehr selten auf (4% aller Jugendlichen und Kinder zwischen 6 und 11 Jahren). Bei Erwachsenen tritt die Krankheit in der Regel nicht auf.

Die Forschung konnte bisher nicht herausfinden, warum diese Krankheit nur bis zur Pubertät in Erscheinung tritt – bei Erwachsenen findet man die Krankheit nicht. Ein weiteres, interessantes Ergebnis ist jedoch, dass Menschen, welche in ihrer Jugend an Melanodontie litten, später seltener an Karies leiden.

  • Die Verfärbungen treten vor allem um das Zahnfleisch herum auf und ziehen sich Girlandenförmig über den Zahn.
  • Obwohl sie unschön aussehen, sind sie gesundheitlich unbedenklich.
  • Melanodontie hat nichts mit mangelnder Zahnhygiene zu tun.

Durch richtiges Putzen können Sie ein Auftreten von Melanodontie hinauszögern, es lässt sich aber in der Regel nicht verhindern. Dann müssen Sie zum Zahnarzt, der die unschönen Beläge professionell entfernen kann.

Melanodontie (Black Stain) und mögliche Folgen

Wie bereits weiter oben erwähnt, hat Melanodontie keine negativen gesundheitlichen Folgen.

Da die Krankheit aber nur bei Kindern und Jugendlichen und selbst dort nur sehr selten vorkommt, führen die schwarzen Zähne häufig zu Hänseleien, die das Selbstbewusstsein des Kindes stark gefährden können.

Schwarze Zähne bei Kindern
Schwarze Zähne bei Kindern liegen nicht zwingend an mangelnder Zahnhygiene.

Studien haben gezeigt, dass Erwachsene, die in der Kindheit unter Melanodontie litten, seltener an Karies leiden, als Erwachsene, bei denen Melanodontie nicht in Erscheinung trat.

So hat die Krankheit wenigstens einen positiven Effekt auf die spätere Zahngesundheit, auch wenn die Ursachen noch nicht ausreichend erforscht sind.

Was Sie bei Melanodontie tun können

Zwar lässt sich das Auftreten von Melanodontie nicht vermeiden, wenn Sie die für die Reaktion notwendigen Bakterien und Stoffwechselprodukte in Ihrem Körper haben, allerdings können Sie die Symptome durch die richtige Zahnpflege hinauszögern.

  • Putzen Sie die Zähne regelmäßig besonders gründlich, um Ablagerungen früh zu beseitigen – hierfür bieten sich laut Ärzten Schallzahnbürsten an, die mit einer besonderen Reinigunsleistung und häufig sogar einer speziellen Polier-Funktion aushelfen können.
  • Nutzen Sie Mundspülungen, um Bakterien im Mundraum abzutöten – Auch dadurch können Sie die für Melanodontie verantwortlichen Reaktionen bremsen.
  • Reinigen Sie auch die Zahnzwischenräume intensiv – am besten mit Zahnseide.
  • Führen Sie regelmäßig eine professionelle Zahnreinigung beim Zahnarzt durch.

Sobald sich diese Verfärbungen allerdings auf Ihren Zähnen zeigen, werden Sie diese mit herkömmlichem Putzen nicht mehr los. Selbst mit einer elektrischen Zahnbürste lassen sich die schwarzen Flecken nicht mehr entfernen. Jetzt müssen Sie beim Zahnarzt eine professionelle Entfernung durchführen lassen.

Schwarze Zähne vom Zahnarzt reinigen lassen

Der Zahnarzt kann die Beläge wie auch Plaque und Zahnstein mit speziellen Geräten zuverlässig entfernen.

So bietet sich zum Beispiel ein Pulverstrahlverfahren an. Der Zahnarzt reinigt Ihre Zähne mit einem Druckstrahl-Gemisch aus Wasser, Sand und Salz. Damit kann er die unschönen Verfärbungen schmerzfrei und ohne Gefahr für Ihren Zahnschmelz entfernen.

zahnreinigung beim zahnarzt
Der Zahnarzt kann Ihre betroffenen Zähne gründlich reinigen.

Da Melanodontie in der Regel immer wieder Auftritt, müssen Sie die Reinigung beim Zahnarzt regelmäßig durchführen lassen. Die Reaktionen, die die Verfärbungen auf den Zähnen verursachen, treten bei jedem Betroffenen unterschiedlich häufig auf.

So können Sie nach einer professionellen Entfernung und bei richtiger Zahnpflege lange Zeit beschwerdefrei bleiben, oder aber eine Reinigung wird alle paar Monate oder halbjährlich erneut notwendig sein.

Melanodontie ist keine gesundheitsgefährdende Krankheit, sondern von den Betroffenen lediglich als unästhetisch empfunden. Daher übernimmt die Krankenkasse in der Regel die Behandlungskosten nicht. Unter Umständen können Sie Zuschüsse durch eine Zahnzusatz-Versicherung erhalten, wenn diese Melanodontie mit abdeckt.

Ich empfehle Ihnen, hierfür am besten mit Ihrer Krankenkasse zu sprechen.

Fazit: Was bei schwarzen Zähnen hilft

Bei Erwachsenen handelt es sich bei schwarz verfärbten Zähnen häufig um die Folgen von durch Karies oder Unfällen abgestorbenem Zahngewebe (Zahntod).

schwarze zähne behandlung
Bei schwarzen Zähnen kann nur noch der Zahnarzt helfen.

Diese Verfärbungen können von Zahnärzten im Rahmen einer Wurzelbehandlung entfernt und mit Kronen und Füllungen versiegelt werden.

  • Ist der Zahnverfall jedoch bereits so weit fortgeschritten, dass große Teile des Zahns fehlen oder geschwärzt sind, so muss der Zahn gezogen und ersetzt werden.
  • Lassen Sie so einen Zahn nicht unbehandelt. Denn hier können sich Bakterien vermehren und auf Ihren restlichen Mund ausweiten.

Bei Kindern handelt es sich im Falle von schwarzen Rückständen auf sonst gut gepflegten Zähnen vor allem um Melanodontie. Die Krankheit wird von Bakterien verursacht und führt zu unschönen, schwarzen Ablagerungen auf den Zähnen.

Schwarze Zähne bei Kindern
Bei Kindern sind die schwarzen Zähne nur vorübergehend und verschwinden ab der Pubertät wieder.

Die Krankheit verschwindet in der Regel mit der Pubertät und hat dann den Nebeneffekt, dass der Betroffene später weniger an Karies leidet, als Menschen ohne vorherige Melanodontie-Erkrankung. Die genauen Zusammenhänge sind noch nicht ausreichend erforscht.

  • Die Krankheit tritt nur sehr selten auf und ist weitgehend vom Stoffwechsel des Betroffenen abhängig. Melanodontie hat keine gesundheitlichen Risiken, weshalb Krankenkassen die Kosten für eine Entfernung häufig nicht übernehmen.
  • Mit einer professionellen Zahnreinigung können Sie die schwarzen Ablagerungen entfernen lassen. Dies empfiehlt sich vor allem, weil Kinder durch das Erscheinungsbild häufig Ziel von Hänseleien werden.

In beiden Fällen können Sie durch die richtige Zahnpflege Erkrankungen vorbeugen. Sind Melanodontie-Ablagerungen bereits vorhanden, so muss der Zahnarzt diese professionell entfernen – normales Zähneputzen reicht hier nicht mehr aus.

Weitere Empfehlungen

Sowohl für die allgemeine Zahngesundheit als auch der vorbeugenden Behandlung von möglicher Melanodontie empfehle ich Ihnen, die Zähne stets gründlich zu reinigen.

Anstelle einer gewöhnlichen Handzahnbürste empfehle ich Ihnen eine elektrische Zahnbürste, wie die Oral-B Genius 8000, die einfach besser putzt als eine normale Zahnbürste. Zusätzlich hat sie eine nette Polier-Funktion, die dabei hilft, unschöne Beläge frühzeitig von den Zähnen zu entfernen.

munddusche
Mit einer Munddusche reinigen Sie Zahnzwischenräume schnell und effektiv. Lesen Sie den ausführlichen Vergleich von Mundduschen in unserem Testbericht.

Neben dem Putzen selbst sollten Sie regelmäßig Mundspülung und Zahnseide verwenden, um auch Zahnzwischenräume effektiv zu reinigen. Falls Ihnen das zu aufwendig ist, können Sie auch eine Munddusche verwenden.

Vermeiden Sie Fruchtsäfte, Kaffee und Zigaretten, da sie für unschöne Zahnbeläge und Folgekrankheiten verantwortlich sind.

Gehen Sie regelmäßig zum Zahnarzt – Vorsorgeuntersuchungen beseitigen die meisten Probleme schon bevor sie entstehen. Eine professionelle Zahnreinigung ist effektiver und zuverlässiger als reines Zähneputzen – egal wie gut Sie putzen.

Sparen Sie nicht am falschen Ende. Zwar wirken Dinge wie eine Ultraschall-Zahnbürste oder Schallzahnbürsten wie die Sonicare DiamondClean Smart zunächst sehr teuer – eine aufwendige Grundsanierung der Zähne und umfassender Zahnersatz kosten am Ende aber mehr.

Weitere Informationen zur richtigen Zahnpflege finden Sie im Ratgeber für gesunde und weiße Zähne.

Ähnliche Beiträge

Wie hilfreich war dieser Artikel?

Auf einen Stern klicken, um zu bewerten.

Wertung: / 5. Gezählte Stimmen:

Es tut uns Leid, dass der Artikel nicht hilfreich war.