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Zahnspangen: Alles zu den Schmerzen

Wie schmerzhaft ist das Einsetzen - und was tun, wenn die Zahnspange Schmerzen bereitet? Ein hilfreicher Ratgeber mit Tipps zur Linderung & Vorbeugung.

Viele von uns mussten da schon durch, anderen steht es noch bevor: Das Einsetzen einer Zahnspange.

  • Das Drahtgestell dient dem Zweck, die Zähne so zu verschieben, damit die Zahnreihe gerade aneinander sitzt.
  • Das sieht nicht nur viel schöner aus, sondern gewährleistet auch genügend Platz für jeden einzelnen Zahn.

Nervige Zahnlücken schließt die Zahnspange auch zu. Allerdings fürchten sich viele auch vor den Schmerzen, die eine solche Spange bereiten soll – doch stimmt das wirklich?

In diesem Artikel erfahren Sie alles wichtige – und wie Sie Schmerzen bestmöglich vermeiden.

Hinweis: In diesem umfangreichen Ratgeber gibt’s noch mehr Infos rund um Zahnspangen.

Hier geht’s weiter mit dem eigentlichen Thema:

Tut eine Zahnspange wirklich so weh?

Oftmals ist die Angst vor Schmerzen nach dem Tragen einer Zahnspange der drängenste Grund, die Behandlung abzubrechen.

einsetzen der zahnspange schmerzen
Unerträglich schmerzhaft ist das Einsetzen der Zahnspange meist nicht.

Doch wie schlimm sind die Schmerzen?

  • Zugegeben, die Zähne müssen in eine bestimmte Richtung gedrückt werden, um sich zu verschieben und das klingt schon sehr schmerzhaft.
  • Für die meisten Träger halten sich die Schmerzen jedoch ziemlich in Grenzen und verschwinden nach einigen Tagen bzw. Wochen in der Regel gänzlich.

Erfahrungsgemäß haben Sie in der ersten Zeit nach dem Einsetzen der Spange ein starkes Druckgefühl auf den Zähnen.

Das ungewohnte Gefühl lässt aber schnell nach – und ist mit pochenden Zahnschmerzen oder ernsten Kieferschmerzen nicht zu vergleichen.

Wenn beide Zahnreihen ein Gestell benötigen, entscheidet sich der Zahnarzt manchmal auch dazu, nicht gleich beide Teile der Zahnspange zu befestigen.

Auf diese Weise können Sie sich langsam daran gewöhnen und die Schmerzen sind nicht so schlimm.

Tipp: Sollte die Spange nach der Eingewöhnung schmerzen, dann gehen Sie noch einmal zum Zahnarzt. Er kann die Spange ein wenig lockern, um die Situation zu verbessern.

Je nach Spangen-Typ treten unterschiedliche Schmerzen auf:

Die feste Zahnspange – was muss ich beachten?

Das Tragen einer festen Zahnspange ist meistens schmerzhafter als bei herausnehmbaren Varianten.

zahnspange behandlung
Feste Zahnspangen sind am wirkungsvollsten – allerdings üben Sie auch den meisten Druck aus.

Dies liegt daran, dass die Spange dauerhaft getragen wird und großen, durchgängigen Druck auf die Zähne ausübt.

Wie äußern sich die Schmerzen?

Neben dem besagten Druckgefühl kann es manchmal auch zu richtigen Schmerzen kommen.

Aber auch diese Symptome klingen nach spätestens den ersten Wochen ab.

Die lose Zahnspange

Oftmals wird das Tragen einer losen Zahnspange als angenehmer empfunden.

zahnspange retainer
Herausnehmbare Spangen sind angenehmer zu tragen – doch Sie eignen sich nicht für jede Fehlstellung.
  • Dies liegt daran, dass die Spange nur für eine bestimmte Zeit über den Tag verteilt getragen werden muss.
  • Außerdem bleibt einem immer die Möglichkeit offen, die Zahnspange rauszunehmen, falls es mal zu unangenehm werden sollte.

Allerdings: Ein Druckgefühl besteht hier auch – schließlich muss sie schiefe Zähne gerade rücken.

Welche anderen Gründe gibt es für  Schmerzen?

Während des Einsetzens der Spange kann es passieren, dass der Zahnarzt Gewebe leicht verletzt.

  • Die Wunden heilen allerdings innerhalb einiger Tage. Dadurch kann es zusätzlich zu einem Brennen oder Ziehen kommen.
  • Wenn die Zahnspange nicht richtig sitzt, entstehen ebenfalls Schmerzen und ein unangenehmes Gefühl.

Deshalb sollten Sie unbedingt zu einem Kontrolltermin, wenn die Spange dauerhaft (also selbst nach der Eingewöhnungsphase) schmerzt.

Weitere Gründe für Schmerzen beim Tragen einer Zahnspange

Die Spange im Mund kann auch die Lippen und Wangenregion aufreiben.

Ein weiterer wichtiger Punkt: Vorstehende Drähte reiben die umliegende Region auf und sorgen für Wunden. Der Zahnarzt kann diese bei Bedarf kürzen.

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Sollten die Beschwerden nach einer kurzen Eingewöhnungsphase von einigen Wochen nicht verschwunden sein, kontaktieren Sie bitte Ihren Zahnarzt.

Was kann ich tun, um die Schmerzen zu lindern?

Einige Dinge können Sie selbst tun, um das Tragen der Zahnspange so angenehm wie möglich zu gestalten.

Zähne richtig putzen und pflegen

Eine gute Mundhygiene ist das A und O, um Entzündungen im Zaum zu halten, bevor diese sich weiter ausbreiten können.

  • Das Tragen einer Spange erfordert vor allen Dingen in Sachen Zahnhygiene noch mehr Genauigkeit und Sorgfalt als zuvor.
  • Am Besten kaufen Sie sich eine elektrische Zahnbürste mit speziellem Bürstenkopf für Zahnspangenträger.

Nehmen Sie sich genügend Zeit für die Zahnpflege, empfohlen werden etwa 10 Minuten morgens und abends.

Lesetipp: Die besten elektrischen Zahnbürsten im Test.

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Ein weiterer Geheimtipp sind (echte) Ultraschallzahnbürsten, bei denen sich der Bürstenkopf nicht bewegt. Dadurch verheddern sie sich nicht in der Spange und die Zahnpflege gestaltet sich deutlich leichter.

Mehr zur Funktionsweise dieser Bürsten erfahren Sie hier: Ultraschallzahnbürsten im Test.

Spülen Sie den Mund vor dem Reinigen mit klarem Wasser aus, um Speisereste zu entfernen. Putzen Sie danach sorgfältig jeden Zahn und verwenden Sie fluoridhaltige Zahnpasta.

Auch die Nutzung von Zahnseide hilft. Noch bequemer sind allerdings Munddusche, welche die Zwischenräume mittels eines Wasserstrahls reinigen.

Mehr Infos gibt’s hier: Mundduschen im Test.

Mundwasser

Mundwasser sollte immer nach dem Zähneputzen benutzt werden, allerdings nur als Ergänzung. Die reguläre Zahnhygiene kann nicht durch eine Mundspülung ersetzt werden.

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  • Vor allen Dingen bei Zahnfleischentzündungen durch die Spange ist Mundwasser sinnvoll, da es desinfiziert & beruhigt.
  • Dadurch verhindern Sie, dass sich die Entzündung weiter ausbreitet und verschlimmert (Parodontose ist einer der häufigsten Gründe für Zahnverlust).

Entzündungen klingen außerdem schneller ab.

Wundsalbe

In der Apotheke können Sie Wundsalbe kaufen, die speziell für die Schleimhäute geeignet ist. Dadurch helfen Sie dabei, dass die Wunden schneller heilen.

Trinken

Jeder predigt es einem: Trinken Sie viel Wasser. Doch es stimmt wirklich, denn ein gut hydrierter Körper heilt schneller und besser.

Nicht so bekannt ist jedoch, dass ein trockener Mund Zahnkrankheiten begünstigt. Unser Speichel bekämpft rund um die Uhr Bakterien.

Achten Sie also darauf, mindestens 2 – 3 Liter reines Wasser zu sich zu nehmen.

Kühlen, kühlen, kühlen

Bei Schwellung und Rötung hilft kühlen. Dazu einfach ein in ein Geschirrtuch gewickeltes Eispack auf die betroffene Wange legen und für einige Minuten kühlen. Mehrmals täglich wiederholen.

Alternativ können Sie auch einfach Eiswürfel lutschen. Diese haben den gleichen, kühlenden Effekt.

Kamillentee

Kamillentee schmeckt nicht nur lecker, sondern punktet auch mit seiner beruhigenden Wirkung.

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Zögern Sie nicht, sich direkt bei Ihrem Arzt beraten zu lassen.

Einfach zwei Teebeutel mit 250 ml heißem Wasser übergießen und abkühlen lassen. Mehrmals täglich gurgeln.

Alkohol

Hochprozentiger Alkohol wie Wodka und Gin desinfiziert den Mund. Einfach mehrmals täglich gurgeln und danach ausspucken. Auch Raucher sollten genau auf Ihre Zahnpflege achten und in den ersten Tagen nach dem Einsetzen auf ihre Zigarretten verzichten.

Wasserstoffperoxid

In der Apotheke können Sie 1% Wasserstoffperoxid-Lösungen kaufen. Diese dann einfach mit Hilfe eines Wattestäbchens auf die gereizten Stellen tupfen.

Wasserstoffperoxid desinfiziert und wirkt entzündungshemmend.

Salzwasser

Salz wirkt beruhigend und entzündungshemmend.1 Esslöffel in 200 ml lauwarmem Wasser auflösen und mehrmals täglich gurgeln.

Schmerzmittel

Wenn gar nichts mehr geht, greifen Sie zu den altbewährten Schmerzmitteln.  Ibuprofen oder Paracetamol lindern nicht nur den Schmerz, sondern wirken auch entzündungshemmend.

Hinweis: Gehen Sie im Zweifel immer zu einem (Zahn-)Arzt. Der kann Ihnen weit besser helfen als jeder Ratgeber im Internet.

Was kann ich tun, um Beschwerden vorzubeugen?

Einiges können Sie tun, um Beschwerden gar nicht erst aufkommen zu lassen.

Lebensmittel

Achten Sie vor allen Dingen in den ersten Tagen darauf, nicht hartes zu kauen. Empfohlen wird es, das Essen in Brei zu verarbeiten.

Im Artikel Essen nach der Weisheitszahn-OP finden Sie einige Rezepte & Tipps.

zucker vermeiden

Vermeiden Sie außerdem erhaltige Lebensmittel und Getränke (setzen Sie besser auf zahnfreundliches Xylit).

Kohlensäure

Getränke mit Kohlensäure sollten ebenfalls gemieden werden. Die Kohlensäure kann nämlich die Schleimhäute zusätzlich reizen.

Kaffee

Verzichten Sie in den ersten Tagen auf den Genuss von Koffein. Dieser verlangsamt die Wundheilung.

Wachs

In der Apotheke gibt es spezielles Wachs, welches Sie auf die Schleimhäute und Brackets Ihrer Zahnspange auftragen können. Dadurch reizt die Spange den Mundraum um einiges weniger.

Weniger reden

Klingt zwar doof, hilft aber. Versuchen Sie es zu vermeiden, viel zu reden. Denn bei der Sprechbewegung gleitet die Schleimhaut an den Brackets vorbei und wird gereizt.

Kein Kaugummi kauen

Beim Kauen von Kaugummi entstehen zusätzliche Mundbewegungen, die die Schleimhäute reizen.

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Allgemein sollten Sie starke Belastungen des Kiefers in den ersten Tagen vermeiden.

Heiße Getränke und Lebensmittel

Zu heiße Getränke und Lebensmittel führen zu Verbrennungen und Entzündungen, die nochmals verschlimmert werden durch das Tragen einer Zahnspange.
Immer erst abkühlen lassen, bevor Sie Ihre Lieblingsspeisen und Getränke genießen.

Regelmäßige Kontrolle

Planen Sie regelmäßige Kontrolltermine bei Ihrem Zahnarzt ein. Dadurch lassen sich Beschwerden gut behandeln und Probleme frühzeitig erkennen.

Weitere Tipps für gesunde Zähne

Durch eine gründliche und sorgfältige Mundhygiene können Sie selbst viel gegen Zahnschmerzen & unangenehme Behandlungen beim Zahnarzt unternehmen.

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Natürlich gibt es auch noch mehr Infos zum Thema:

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