Happybrush: Die Startup-Zahnbürste im Test

Das Startup Happybrush möchte Ihnen mit einer toll aussehenden Schallzahnbürste zum fairen Preis eine Alternative zu den alteingesessenen Herstellern bieten – doch gelingt das auch?

Lange Zeit gab es beim Kauf einer neuen elektrischen Zahnbürste nur die Wahl zwischen Oral-B & Sonicare – nun gibt es mit dieser ansprechend designten Putzhilfe einen neuen Mitstreiter.

Um es kurz zu machen: Die Zahnbürste von Happybrush überzeugt mit einem stilvollen Design & wertiger Verarbeitung.

Auch die Putzleistung geht für den verlangten Preis in Ordnung:

  • Zwar putzen die Spitzenmodelle anderer Hersteller noch einen Tick besser – allerdings kosten die auch mehr als doppelt so viel.
  • Bei der Happybrush bekommen Sie die wichtigsten Funktionen wie Timer & einen sehr starken Akku hingegen deutlich günstiger.

Falls Sie auf der Suche nach einer Alternative zu den etablierten Herstellern sind, dann sollten Sie sich diese Zahnbürste (bekannt aus der Höhle der Löwen) unbedingt genauer ansehen.

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Die Happybrush im Praxistest

Nach dem Auspacken fällt zuallererst das stilvolle Design ins Auge. Die Happybrush ist schlank und verzichtet auf allzu viel Schnickschnack:

Die Putzleistung der Happybrush

  • An der Vorderseite befindet sich 1 einziger Knopf, mit dem Sie die Bürste einschalten und den Putzmodus wechseln können.
  • Im eingeschalteten Zustand leuchtet dann die aktivierte Putzeinstellung auf und Sie sehen sofort, mit welchem Modus Sie putzen.

Beim Aussehen gehört die Happybrush ohne Zweifel zum Spitzenfeld und passt in den verfügbaren Farben Schwarz und Weiß in jedes Badezimmer.

Die Verarbeitung überzeugt

Für den verlangten Preis fühlt sich das Handstück wirklich hochwertig an. Mängel bei der Bearbeitung sind mir während des Testzeitraums nicht aufgefallen.

Wenn ich eine Schwäche beim Design erwähnen müsste, dann wäre es die glatte Oberfläche.

  • Genau wie das offensichtliche Vorbild Sonicare Diamond Clean rutscht die Bürste manchmal allzu schnell aus den (nassen) Fingern.
  • Zwar verfügt sie über eine Gummibeschichtung, doch ein paar zusätzliche Rillen würden hier helfen (das wirkt aber natürlich nicht ganz so edel)

Insgesamt überwiegen für mich aber ganz klar die Vorteile: Die Bürste sieht einfach super aus und fühlt sich toll verarbeitet an.

Alles in allem stellt das edle Design eine der größten Stärken der Happybrush-Zahnbürste dar – besonders angesichts des verlangten Preises. Bei anderen Herstellern müssen Sie für ein vergleichbares Aussehen deutlich tiefer in die Tasche greifen.

happybrush zahnbürste test
Bildquelle: Happybrush.com

Die Putzleistung der Happybrush

Das schönste Design nützt allerdings nicht viel, wenn eine Zahnbürste nicht für gesunde Zähne sorgt.

Hier möchte ich die Alltagserfahrungen teilen, die ich (gemeinsam mit einer weiteren Testperson) während der letzten 4 Wochen mit der Happybrush gemacht habe.

Das automatische Startprogramm lässt sich deaktivieren

Beim 1. Einschalten fand ich die Bürste überraschend schwach – was am standardmäßig aktivierten Putzprogramm für Anfänger liegt.

  • Dieses reduziert die Leistung der Happybrush während der ersten paar Anwendungen, damit Sie sich an das Putzen mit einer elektrischen Zahnbürste gewöhnen können.
  • Für alle, die noch nie mit solchen Geräten geputzt haben, ist das eine sinnvolle Funktion. Ich habe das Startprogramm aber gleich wieder deaktiviert, um mit voller Leistung zu putzen.

Tipp: Drücken Sie den Ein-Aus-Knopf rund 5 Sekunden lang, um das Startprogramm zu überspringen.

Die 3 Putzmodi der Happybrush

Zur Auswahl stehen folgende Einstellungen:

  • Normal – für den Alltag
  • Sensitiv – für empfindliche Zähne
  • Polieren – für weiße Zähne

Ich habe meistens in der normalen Einstellung geputzt – denn die mitgelieferten Bürstenköpfe fühlen sich ohnehin schon sehr weich an.

Der Lieferumfang der Happybrush.

Der eingebaute Timer schaltet die Zahnbürste nach 2 Minuten vollständig ab. Wenn Sie länger putzen wollen, müssen Sie die Bürste erneut einschalten. Das ist anfangs etwas nervig, ich habe mich jedoch nach einiger Zeit daran gewöhnt.

Und wie schlägt sich die Happybrush denn nun im direkten Vergleich mit Zahnbürsten von Sonicare & Oral-B?

Die Putzleistung kann mit der Konkurrenz mithalten, aber…

Eins vorweg: Im Vergleich zu einer normalen Zahnbürste sorgt auch das Modell von Happybrush für saubere Zähne und viel Komfort.

  • Das Putzergebnis ist gründlich und die Bürstenköpfe entfernen schädliche Plaquebeläge zuverlässig.
  • Dabei arbeitet die Happybrush sogar noch etwas leiser als Schallzahnbürsten anderer Hersteller.

Das liegt auch an der Putzkraft, die im Vergleich zu Zahnbürsten wie der Flexcare Platinum von Sonicare oder der Genius 9000 von Oral-B minimal schwächer ausfällt.

Der normale Modus der Happybrush ist gefühlt nur etwas stärker als der sensitive Modus der Sonicare-Schallzahnbürsten. Hier hätte ich mir zumindest im normalen Modus mehr Power gewünscht.

Deutlich teurere Bürsten putzen etwas gründlicher, aber lauter

Sowohl bei mir, als auch bei der weiteren Testperson fühlten sich die Zähne nach 2 Minuten Putzzeit ausreichend glatt – allerdings etwas weniger als bei den Spitzenmodellen der Konkurrenz.

Wissenschaftlich ist dieser Test natürlich nicht, doch der (kleine) Unterschied war doch spürbar. Im direkten Vergleich kann die Hapypbrush deshalb nicht ganz mit mithalten.Dafür ist die Lautsträrke deutlich angenehmer.

Die Vibrationen sind zwar hörbar, aber immer noch leiser als die Geräusche der Konkurrenz von Oral-B & Sonicare. Für Menschen mit sensiblen Ohren ist die Happybrush einer der besten derzeit erhältliche Bürsten.

Außerdem ist dieser Vergleich ohnehin nicht ganz fair – die oben erwähnten Modelle kosten nämlich mindestens doppelt so viel. Warum also überhaupt Äpfel mit Birnen vergleichen?

Immer noch viel Luxus zum fairen Preis

In Tests & Kundenrezensionen wird die Happybrush oft als vollwertige Alternative zu solchen Bürsten angepriesen – das ist wahrscheinlich nicht ungewollt, schließlich hat sich der Hersteller ganz klar am Design von Sonicare orientiert (selbst manche Aufsteckbürsten passen).

Diesen Anspruch erfüllt die Happybrush meiner Meinung nach nicht ganz – allerdings stellt Sie immer noch eine sehr gute Zahnbürste zum fairen Preis dar.

Die Ladestation der Happybrush

In ihrem Preisrahmen gehört sie in Sachen Putzleistung zweifellos zu den besten Modellen.

Und wenn Sie an empfindlichen Zähnen leiden, dann stellt die sanftere Wirkungsweise der Happybrush ohnehin keinen wirklichen Nachteil dar.

Die große Stärke: Der Akku der Schallzahnbürste hält lange durch

Überhaupt keine Kompromisse müssen Sie hingegen bei der Akkulaufzeit eingehen. Hier bewegt sich die Happybrush im absoluten Spitzenfeld.

  • Mit dem eingebauten Lithium-Ionen-Speicher können Sie rund 3 Wochen ohne erneutes Aufladen putzen.
  • Dank der modernen Akkutechnologie müssen Sie außerdem keinen Memory-Effekt fürchten.

Sie können die Bürste also jederzeit aufladen und müssen nicht warten, bis der Akku ganz leer ist (bei vielen Zahnbürsten von Oral-B leidet darunter die Lebensdauer spürbar).

  • In diesem Punkt ist die Happybrush so ziemlich allen Modellen von Braun überlegen (selbst die neuen Oral-B Smart-Modelle mit modernen Akkus bieten nur maximal 2 Wochen Laufzeit).
  • Und selbst bei Sonicare müssen Sie für 3 Wochen Putzzeit deutlich tiefer in die Tasche greifen – in den Preisregionen der Happybrush gibt es hier nur 2 Wochen Akkulaufzeit.

In Sachen Akku überzeugt die Happybrush also voll & ganz. Die große Kapazität erspart Ihnen nicht nur lästiges Dauerladen, sondern verspricht auch eine lange Lebenszeit.

Lieferumfang, Zubehör & Ausstattung der Happybrush

Genau wie beim Design konzentriert sich die Zahnbürste auch beim restlichen Lieferumfang aufs Wesentliche:

Wo bei anderen Herstellern oft zweifelhafter Schnickschnack enthalten ist, gibt es bei der Happybrush nur das, was unbedingt fürs Zähneputzen nötig ist:

Neben der Bürste selbst sind im Happybrush-Starterkit noch 2 Aufsteckbürsten, eine Mint-Zahnpasta (vegan & mit tollem Geschmack) und natürlich die Ladestation enthalten.

Happybrush Zahnbürste im Vergleich

Das wichtigste ist also mit dabei.

  • Vermisst habe ich nur eine Aufbewahrungsmöglichkeit für Reisen (angesichts des tollen Akkus kann die Bürste ruhig mit in den Urlaub).
  • Zwar gibt es im Shop von Happybrush auch eine kleine Tasche, doch eine stabile Plastikbox oder ähnliches erscheint mir sinnvoller.

Ich will aber gar nicht zu viel meckern, denn irgendwo bringen Sie die Bürste garantiert unter. Und da das Unternehmen Happybrush noch recht jung ist, kommt früher oder später sicher eine zukaufbare Aufbewahrungsmöglichkeit.

Die Aufsteckköpfe gibt es nur im Internet

Viele Hersteller locken oft mit vergleichsweise günstigen Zahnbürsten und bitten dann beim Kauf von Ersatzbürstenköpfen kräftig zur Kasse.

Der Preis pro Happybrush-Aufsteckbürste beträgt rund 2,50€. Somit kosten sie ungefähr gleich viel wie die Standardaufsätze von Oral-B und sind etwas günstiger als die meisten Varianten von Sonicare.

  • Zusätzliche Aufsteckbürstenköpfe gibt es im oben verlinkten Shop von Happybrush und auf Amazon zu kaufen.

In Drogerieketten suchen Sie den Putzersatz hingegen vergeblich – angesichts der dort verlangten Preise sollten Sie aber ohnehin immer im Internet bestellen.

Die Qualität der Bürstenköpfe selbst geht in Ordnung. Die Borsten sind genau so lange haltbar wie bei der Konkurrenz. Im direkten Vergleich sind sie außerdem ein wenig weicher.

Fazit: Eine tolle Alternative mit kleinen Einschränkungen

Dem deutschen Startup ist mit der Happybrush-Zahnbürste ein überzeugender Einstieg gelungen.

happybrush weiß
Die Happybrush gibt es auch in Weiß.

Das hier getestete Modell setzt auf die richtigen Funktionen und bietet alles, was Sie für gesunde Zähne benötigen:

  1. Dank des edlen Designs ist die Happybrush ein echter Blickfang in jedem Badezimmer und es macht einfach Spaß, damit zu putzen.
  2. Die Power könnte gerne noch etwas stärker ausfallen – doch die Bürste reinigt auch so besser (und bequemer!) als jede Handzahnbürste.
  3. Der Akku hält ganze 3 Wochen durch und erspart Ihnen nerviges Aufladen. Die Laufzeit hält mit absoluten Premium-Zahnbürsten mit.

Vergleichbare Zahnbürsten anderer Hersteller kosten meist deutlich mehr und setzen oft auf Zusatzfeatures, die Sie eigentlich gar nicht benötigen.

Die Happybrush behält zwar die wichtigsten Ausstattungsmerkmale solcher Modelle bei, verzichtet aber gleichzeitig auf sämtlichen unnötigen Schickschnack.

Sie bietet ein stimmiges Gesamtpaket für alle, die eine Premium-Zahnbürste zum fairen Preis suchen.

Happybrush Zahnbürste
94 / 100 Wertung
Reinigung & Putzmodi92
Verarbeitung & Haltbarkeit96
Zubehör & Extras93
Gesamtfazit
Wenn Sie eine sanfte Schallzahnbürste mit starkem Akku suchen, dann können Sie die Happybrush bedenkenlos ausprobieren. Dank einer 100-Tage-Rückgabegarantie geht das auch völlig ohne Risiko.

 

 

Hinweis im Sinne der redaktionellen Leitlinien: Die hier getestete Zahnbürste wurde mir von Happybrush zur Verfügung gestellt – eine redaktionelle Einflussnahme fand zu keinem Zeitpunkt statt. Ich behandle alle Hersteller gleichwertig.

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