Happybrush rotierende Zahnbürste im Test

Die rotierende Variante der neuen Startup-Zahnbürste im Test. So schlägt sich die Happybrush im Vergleich mit der Konkurrenz von Oral-B.

Mit seinen Zahnbürsten bietet das Startup Happybrush schon seit einiger Zeit ein paar preisgünstige Alternativen zu etablierten Herstellern wie Oral-B & Sonicare.

Nachdem bereits die 1. Generation im Test überzeugt hat, habe ich mir nun eine  aktuelle Version geschnappt und im Alltagseinsatz geprüft.

Die Varianten der Happybrush im Überblick

Zurzeit finden Sie im Handel (auf der Homepage des Herstellers, auf Amazon oder auch bei DM) folgende Varianten der Happybrush:

  • Die bereits getestete Schallzahnbürste von Happybrush, welche die Modelle von Sonicare als Vorbild hat.
  • Die hier getestete rotierende Zahnbürste orientiert sich hingegen stark an den Modellen von Oral-B.

Wenn Sie nur wenig Zeit haben, dann können Sie auch direkt zum Fazit springen.

Ersteindruck nach dem Auspacken

Das Aussehen der Zahnbürste (und auch der restlichen Verpackung) ist gelungen.

happybrush rotierend lieferumfang

Die rotierende Happybrush samt Zubehör.

  • Im Vergleich zur Version mit Schall fällt die rotierende Variante etwas dicker aus – sie lässt sich aber nach wie vor problemlos halten.
  • Die Bürste samt Zubehör ist (für diese Preisklasse) ansprechend verarbeitet und die kompakte Ladestation nimmt nicht zu viel Platz im Badezimmer weg.

Natürlich ist die Putzleistung deutlich wichtiger als das Gewinnen von Schönheitspreisen – es ist aber trotzdem ein Vorteil, wenn eine Bürste mit einem schönen Design überzeugt.

Die Happybrush gibt es, genau wie die Bürstenköpfe, in den Farben Schwarz & Weiß.

Die Ähnlichkeiten zu Oral-B

Wer mit den Zahnbürsten von Oral-B vertraut ist, der findet sich auch schnell bei dieser Variante zurecht:

happybrush weiß
Die Happybrush-Modelle gibt es in Schwarz und Weiß – Amazon-Anzeigenlinklink
  • Das geht sogar so weit, dass Sie die Oral-B Bürstenköpfe mit der Happybrush verwenden können.
  • Im persönlichen Gebrauch hat mir jedoch auch die mitgelieferte Flex-Aufsteckbürste gefallen.

Damit erreichen Sie sämtliche Stellen im Mund mühelos, selbst schwer zugängliche Stellen wie die hinteren Schneidezähne sind dank der runden Form kein Problem.

Die Aufsteckbürste hält bombenfest, wodurch sich am Übergang keine Zahnpastareste ansammeln können.

Nicht zuletzt gibt es die Ersatzbürstenköpfe etwas günstiger als bei der Konkurrenz zu haben, was die Folgekosten niedrig hält.

Tolle Putzleistung zum fairen Preis

In Sachen Zahnreinigung kann die Happybrush locker mit der gleich teuren Konkurrenz von Oral-B & Sonicare mithalten:

  • Die kraftvollen Rotationen entfernen Unreinheiten & Essensreste spielend.
  • 3 verschiedene Putzmodi reichen für gesunde Zähne mehr als aus.

Zur Auswahl stehen folgende Einstellungen:

  • Normal – für den Alltag
  • Sensitiv – für empfindliche Zähne
  • Polieren – für weiße Zähne

happybrush rotierend putzleistung

Alle 30 Sekunden vibriert die Zahnbürste kurz, um Sie daran zu erinnern, den Kieferquadranten zu wechseln.

Insgesamt hat mich diese rotierende Zahnbürste im Alltag mehr als überzeugt – sie verfügt über alle wichtigen Funktionen.

Vergleich mit der Konkurrenz

In ihrer Preisklasse sind die Modelle von Happybrush deshalb echte Geheimtipps, denn die Zahnbürsten besitzen viele Features, die bei der Konkurrenz deutlich mehr Kosten.

High-Tech Zahnbürsten wie die Oral-B Genius oder die Sonicare Flexcare Platinum putzen minimal gründlicher und haben zwar noch etwas mehr Features an Bord – für viele ist z.B. Bluetooth bei einer Zahnbürste jedoch nur eine Spielerei, die den Preis unnötig in die Höhe treibt.

Die Happybrush verzichtet auf sämtlichen Schnickschnack und will vor allem eines bieten: Saubere Zähne zum fairen Preis.

Sie kostet deutlich weniger und kann bei der Putzleistung fast mit doppelt so teuren Spitzenmodellen mithalten.

Innovativer Helfer: Der Timer auf der Ladestation

Eine nette Zusatzfunktion gibt es aber doch: auf der Ladestation befindet sich nämlich ein LED-Timer.

timer happybrush

  • Während des Putzens sehen Sie somit auf einen Blick, wie lange das Reinigen noch dauert.
  • Nach kurzer Eingewöhnung möchte auf diese Ergänzung nicht mehr Verzichten – eine tolle Neuerung.

Auch das USB-Ladekabel stellt ein durchdachtes Detail dar.

Dadurch sparen Sie sich z.B. im Urlaub endlosen Kabelsalat (denn das USB-Kabel passt sowohl an die Ladestation als auch ans Handy).

Rotierende Zahnbürste oder Schallzahnbürste?

Bleibt noch die Frage, welche Variante der Happybrush die bessere ist?

  • Sowohl die Schallversion als auch das hier getestete Modell kosten im Handel gleich viel.
  • Auch bei der Putzleistung selbst nehmen sich beide Technologien nicht viel.

In verschiedenen Studien waren in manchen Bereichen Schallzahnbürsten, in anderen Dingen rotierende Geräte vorne – mehr dazu lesen Sie hier: Elektrische Zahnbürsten im Test.

Um es kurz zu machen: Klar besser ist jedoch keine Variante (einer herkömmlichen Handzahnbürste sind beide Versionen überlegen).

Falls Sie sich also für ein Gerät entscheiden wollen, dann sollten Sie das anhand der zusätzlichen Ausstattung wie Putzmodi, Akkulaufzeit & Haltbarkeit tun (und weniger anhand der verwendeten Technologie).

Das bringt mich auch schon zum nächsten Punkt:

Lange Akkulaufzeit, aber…

Die vom Hersteller versprochenen 3 Wochen Laufzeit konnte ich während des Tests knapp erreichen – somit ist die Happybrush der direkten Konkurrenz von Oral-B hier überlegen.

Praktisch ist außerdem die Akkuanzeige, mit der Sie nie von einer Bürste ohne Power überrascht werden.

Allerdings ist ein NiMH-Akku verbaut – diese Technologie bringt leider einige Nachteile mit sich und ist meiner Meinung nach im Jahr 2018 veraltet:

  • Zum einen lässt die Putzkraft spürbar nach. Je weniger Saft im Akku ist, desto deutlicher fällt die Power.
  • Diese Akkus sollten Sie immer vollständig entladen, denn NiMH-Akkus leiden unter dem bekannten Memoryeffekt.

Das bedeutet: Falls Sie die Zahnbürste ständig aufladen, dann schadet das der Lebensdauer des Akkus und die Leistung nimmt recht schnell ab.

Das Design der Happybrush.

Die Happybrush-Schallzahnbürste verfügt über einen moderneren Akku.

Im Vergleich zur Happybrush-Schallzahnbürste ein Rückschritt

Der hauseigene Vorgänger (das noch immer erhältliche Schwestermodell) setzt auf moderne Lithium-Ionen-Akkus, welche jederzeit die volle Kraft liefern und so gut wie gar nicht unter dem Memoryeffekt leiden.

  • Umso unverständlicher ist es für mich, bei der rotierenden Variante auf eine klar schlechtere Akkutechnologie zu setzen.
  • Zwar sind auch in den meisten Oral-B Zahnbürsten NiMH-Speicher verbaut, doch neuere Modelle setzen mittlerweile auch dort auf moderne Akkus.

Bitte nicht falsch verstehen: Der verbaute Akku ist kein Totalausfall (und in dieser Preisklasse immer noch deutlich stärker als bei den meisten anderen rotierenden Zahnbürsten).

Im direkten Vergleich bevorzuge ich aber ganz klar den modernen Lithium-Ionen-Akku der Schallvariante – die gleich viel kostet.

Fazit zur rotierenden Version der Happybrush

Alles in allem stellt das hier getestete Modell eine solide Zahnbürste der Mittelklasse dar.

  1. Sie reinigt die Zähne äußerst gründlich und hat auch noch ein paar nette Extras wie den Timer in der Ladestation mit an Bord.
  2. Der Preis ist mehr als fair und bietet im direkten Vergleich mit der Konkurrenz deutlich mehr Features fürs Geld.
  3. Auch die Folgekosten durch die Bürstenköpfe sind etwas günstiger als die Ersatzköpfe von Oral-B & Sonicare.

Einzig beim Akku schwächelt die rotierende Happybrush ein wenig. Zwar ist der immer noch solide, doch mittlerweile haben hier andere Modelle (wie die Schwestervariante Vibe 2*) die Nase vorn.

Um es kurz zu machen:

Für sich genommen überzeugt auch rotierende Variante der Happybrush, besonders im Hinblick auf den Preis.
happybrush bürste

  • Falls Sie die Wahl haben, dann würde ich Ihnen trotzdem die Schallvariante des Herstellers empfehlen.
  • Zwar müssen Sie dann auf nützliche Extras wie den Timer auf der Ladestation verzichten, doch der moderne Akku überzeugt mich mehr.
  • Die Reinigungsleistung überzeugt bei beiden Varianten – sie können problemlos mit der deutlich teureren Konkurrenz mithalten.

Falls Sie jedoch das Putzgefühl rotierender Geräte bevorzugen oder die hier getestete Variante günstig im Abverkauf finden, dann können Sie ruhig zuschlagen.

Die Happybrush Rotationsbürste ist nämlich trotz kleiner Schwächen immer noch eine der besten Zahnbürsten in Ihrer Preisklasse.

Für ein vergleichbares Putzgefühl müssen Sie bei anderen Herstellern deutlich tiefer in die Tasche greifen.

Happybrush elektrische Zahnbürste
89 / 100 Wertung
Reinigung & Putzmodi90
Verarbeitung & Haltbarkeit93
Zubehör & Extras85
Gesamtfazit
Keine perfekte, aber eine immer noch sehr überzeugende & gründliche Zahnbürste zum äußerst fairen Preis. Im direkten Vergleich gefällt mir die Schallvariante besser.

 

 

Hinweis im Sinne der redaktionellen Leitlinien: Die hier getestete Zahnbürste wurde mir von Happybrush zur Verfügung gestellt – eine redaktionelle Einflussnahme fand zu keinem Zeitpunkt statt. Ich behandle alle Hersteller gleichwertig.

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