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Speichelsteine: Ursachen, Symptome und Behandlung

So erkennen Sie die Anzeichen von Speichelsteinen - wie gefährlich sie sind & welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt.

Speichelsteine treten vor allem bei älteren Personen auf:

  • Sie sorgen für unangenehme Schmerzen, lassen sich aber meist ohne große Probleme behandeln.
  • Wichtig ist jedoch, rechtzeitig einen Zahnarzt aufzusuchen & die Steine zu diagonstizieren.

Hier lesen Sie, wie Sie die Anzeichen erkennen & was Sie unternehmen können.

Wichig: Dieser Artikel dient nur der Information – keinesfalls sollten Sie es unterlassen, einen Arzt aufzusuchen.

Was sind Speichelsteine?

Speichelsteine sind kleine Klumpen, die sich aus dem Speichel formen.

speichelsteine erkennen

Dabei kristallisieren bestimmte Bestandteile des Speichels und bilden feste gelblich-weiße Steinchen, die im Durchmesser mehrere Millimeter bis wenige Zentimeter messen können.

Diese Steine – auch Sialolithen genannt – können in allen Drüsen des Mundbereiches entstehen.

Sie kommen am häufigsten bei Personen mittleren Alter vor und sind die Hauptursache für verstopfte Speicheldrüsen.

Sind Speichelsteine gefährlich?

Speichelsteine sind an sich harmlos und bleiben oft symptomfrei. Im günstigsten Fall werden die Steine nach einer Zeit von selbst aus den Drüsen weggespült.

Bleiben die Steine aber in den Drüsenausgängen stecken und verstopfen diese, kann das zu Schmerzen und im schlimmsten Fall zu einer akuten Speicheldrüsenentzündung führen.

Wo können sich Speichelsteine bilden?

Speichelsteine können sich an allen Speicheldrüsen formen. Der Mensch besitzt drei Paar Speicheldrüsen im Mundraum:

  • Die Unterkieferspeicheldrüsen befinden sich auf beiden Seiten des Unterkiefers im hinteren Mundraum. Hier kommen Speichelsteine am häufigsten vor (in zirka 83 % aller Fälle).
  • Seltener können sich die Steinchen auch in den Ohrspeicheldrüsen bilden, die seitlich im Gesicht unter den Ohren sitzen (10 Prozent aller Fälle).
  • In nur 7% der Fälle formen sich Speichelsteine in einer Unterzungendrüse, die – wie der Name schon sagt – ihren Platz unter der Zunge hat.

Es ist durchaus möglich, dass sich mehr als ein Stein pro Drüse bildet. Bei rund einem Viertel der Betroffenen entwickeln sich gleich mehrere Steine.

Was sind die Symptome von Speichelsteinen?

Sehr oft bleiben Speichelsteine unbemerkt. Wenn sich aber Beschwerden äußern, dann sind das meist Schmerzen im:

  • Mundbereich
  • Halsbereich
  • Unterkieferbereich

speichelsteine symptome

Typischerweise verschlimmern sich die Beschwerden vor und während der Mahlzeiten, weil die Drüsen dann vermehrt Speichel bilden, um das Kauen zu erleichtern. Ist eine der Drüsen verstopft, kommt es zu einem Speichelstau in der Drüse.

Im schlechtesten Fall führt dies zu einer Speicheldrüsenentzündung (Sialolithiasis).

Wie äußert sich eine Speicheldrüsenentzündung?

Wenn sich eine Speicheldrüse aufgrund einer akuten Verstopfung entzündet, dann kann das folgende Symptome nach sich ziehen:

  • Eine sichtbare Schwellung im Bereich von Gesicht, Hals oder Mund
  • Zahnschmerzen im betroffenen Bereich
  • Schluckbeschwerden
  • Schmerzen beim Öffnen des Mundes
  • Trockener Mund

Kommt es außerdem zu einer bakteriellen Infektion, weil sich abgestandener Speichel in der Drüse staut, dann äußert sich das meist durch:

  • Fieber
  • Schlechter Geschmack im Mund
  • Mundgeruch
  • Eine sichtbare Rötung im betroffenen Bereich

Wenn Sie unter einem oder mehreren der oben beschriebenen Anzeichen leiden, sollten Sie sofort Ihren Arzt aufsuchen.

Eine Speichelsteinentzündung bedarf unbedingt ärztlicher Behandlung und erfordert meist die Verabreichung von Antibiotika.

Was sind die Ursachen von Speichelsteinen?

Unser Speichel enthält gewisse Substanzen – wie Kalziumphosphat und Kalziumkarbonat –  die sich verhärten und verklumpen können.

Wenn die so entstandenen Steine die Drüsenausgänge blockieren, kommt es zu einem Speichelstau und die Drüsen schwellen an.

Welche Risikofaktoren bestehen?

Die genaue Ursache, warum sich bei manchen Leuten überhaupt solche Steine bilden, ist nicht bekannt.

Es gibt aber einige Faktoren, die das Risiko von Speichelsteinen nachweislich erhöhen. Dazu gehören unter anderem:

  • Die Einnahme von bestimmten Medikamenten, wie Blutverdünnern oder Antihistaminen. Denn diese führen zu einer verringerten Speichelproduktion, was wiederum die Entstehung von Speichelsteinen begünstigt.
  • Dehydrierung (Austrocknung) des Körpers. Wenn Sie zu wenig Flüssigkeit zu sich genommen haben, erhöht sich dadurch die Mineralstoffkonzentration im Speichel, wodurch der Speichel leichter stockt und Steine bildet.
  • Verringerte Nahrungsaufnahme: Wenn Sie zu wenig essen, drosselt das ebenfalls die Speichelproduktion und erhöht das Risiko von Speichelsteinen.
  • Mangelnde Mundhygiene: Eine ungenügende Zahnpflege begünstigt die Entstehung von Bakterien im Mundraum.
  • In seltenen Fällen können auch gewisse Infektionskrankheiten, sowie Mumps oder Mukoviszidose zu Speichelsteinen führen, da sich der Speichel bei diesen Erkrankungen verdickt.
speichelsteine vorbeugen
Mit ein paar einfachen Maßnahmen können Sie das Risiko für Speichelsteine senken.

Welche Vorbeugungsmaßnahmen kann ich treffen?

Das Risiko von Speichelsteinen lässt sich nie ganz ausschalten. Allerdings können Sie die Gefahr verringern, indem Sie:

  • Immer genügend Flüssigkeit zu sich nehmen – Ärzte empfehlen mindestens ein bis zwei Liter pro Tag & Salzwasser gurgeln.
  • Regelmäßige Mahlzeiten einnehmen, um eine ausgeglichene Speichelproduktion zu gewährleisten
  • Zwischendurch zuckerfreien Kaugummi kauen – auch das erhöht den Speichelfluss.
  • Auf eine gründliche Zahnpflege und Mundhygiene achten: Regelmäßiges Zähneputzen mit einer elektrischen Zahnbürste oder Schallzahnbürste, sowie zusätzliche Mundspülungen sind wichtig.

Geheimtipps sind derzeit die Philips Sonicare DiamondClean, die Oral-B Smart 5000 & die Oral-B Pro 6000.

Etwas preiswerter sind unter anderem die Oral-B Pro 2 2000, die Braun Oral-B Pulsonic Slim, Oral-B Professional Care 700 und die Oral-B Pro 600.

Denn die Mundpflege regt den Speichelfluss an und wirkt Bakterien im Mundraum entgegen.

Wie sieht die Diagnose und Behandlung aus?

Wenn der Verdacht auf Speichelsteine besteht, wird Ihr Arzt zunächst Ihren Gesichts- und Halsbereich untersuchen, um festzustellen, ob die Speicheldrüsen dort geschwollen sind.

speichelsteine beim zahnarzt
Am Anfang der Behandlung steht eine umfassende Untersuchung beim Zahnarzt.

Um eine genauere Diagnose zu bekommen, ordnet er sodann möglicherweise ein Bilddiagnostikverfahren an, wie ein Röntgenbild, einen Ultraschall oder eine Computertomographie (CT-Scan).

Stellt Ihr Doktor Speichelsteine fest, gibt es mehrere Möglichkeiten, um diese zu behandeln. Wenn die Speichelsteine nicht allzu groß sind und keine Entzündung vorliegt, versucht der Mediziner es vielleicht zuerst durch einfache Behandlungsmethoden:

Hausmittel gegen Speichelsteine

Sehr oft genügen bereits einfache Hausmittel, um Speichelsteine wieder loszuwerden. Ihr Arzt empfiehlt Ihnen vielleicht folgende Methoden oder wendet diese an Ihnen an:

  • Sanfte Massage der betroffenen Region. Manchmal lassen sich die Steinchen einfach aus den Drüsen herausmassieren. Haben sie sich erfolgreich gelöst, können Sie zusammen mit dem Speichel abfließen.
  • Das Lutschen von zuckerfreien Zitronenbonbons. Der Gedanke dahinter ist, die Speichelproduktion durch das Lutschen von sauren Bonbons zu erhöhen, damit die Steine weggespült werden.
  • Viel Wasser trinken – am besten mit einem Schuss Zitrone zugesetzt. Denn die Säure von Zitrusfrüchten erhöht den Speichelfluss.
  • Das Kauen von zuckerfreiem Kaugummi erhöht ebenfalls die Speichelmenge.

Behandlung mittels Medikamenten

Wenn es bereits zu einer Speicheldrüsenentzündung gekommen ist, verordnet Ihr Arzt Ihnen wahrscheinlich eine Antibiotika-Therapie.

medikamente zähne

Durch diese lösen sich die Steine zwar nicht auf, aber sie wirkt einer bakteriellen Entzündung entgegen.

Andere Behandlungsmethoden

Wenn die oben beschriebenen konservativen Behandlungsmethoden nicht zum Erfolg führen, wendet Ihr HNO-Arzt vielleicht eines der folgenden Verfahren an:

  • Extrakorporale Stoßwellenlithotripsie (ESWL). Hierbei handelt es sich um eine spezielle Form der Stoßwellentherapie, bei der Ultraschallwellen den Stein zertrümmern sollen. Im Idealfall zerfällt der Klumpen in kleine Einzelteile, die sodann mit dem Speichel abfließen können.
  • In manchen Fällen ist aber ein operativer Eingriff nötig. Bei einer Speichelgang-Endoskopie werden Sie unter Narkose gelegt und der Arzt setzt einen kleinen Schnitt in den Speicheldrüsengang, wodurch er den Stein herausnehmen kann.
  • Liegt der Speichelstein so ungünstig, dass er sich nicht durch eine einfache Operation entfernen lässt, muss der Arzt vielleicht die gesamte betroffene Speicheldrüse Dabei handelt es sich um einen größeren Eingriff und Sie sollten eine Woche Krankenhausaufenthalt dafür einplanen.

Kann ich einen Speichelstein selbst entfernen?

Wenn Sie den Verdacht haben, dass sich bei Ihnen ein Speichelstein gebildet hat, können Sie es laut Ratgebern im Internet mit den oben genannten Hausmittel natürlich auch selbst versuchen.

  • Die Ausgänge der Speicheldrüsen können sie mit Hilfe eines Spiegels und einer Taschenlampe relativ leicht finden.
  • Manche Betroffenen können den Speichelstein mit gezielten Bewegungen in Richtung des Drüsenausgangs massieren.

Allerdings: Durch so eine „Selbstbehandlung“ beseitigen Sie weder die Ursachen & risikieren weitere Komplikationen – gehen Sie besser zu einem Experten!

Wie verläuft die Prognose bei Speichelsteinen?

In den allermeisten Fällen lassen sich Speichelsteine ohne weiteren Komplikationen entfernen.

Wenn Sie jedoch immer wieder Speichelsteine oder eine Speicheldrüsenentzündung entwickeln, empfiehlt Ihr HNO-Arzt vielleicht, die betroffene Drüse zu herauszuoperieren.

Da es mehrere Speicheldrüsen gibt, hat die Entfernung einer Drüse keine negativen Auswirkungen auf den Speichelfluss.

Allerdings birgt die Operation ein gewisses Risiko. Nahe den großen Speicheldrüsen verlaufen Nerven, die für bestimmte Gesichtsbewegungen sowie die Schweißproduktion verantwortlich sind. Diese könnten bei einer Operation verletzt werden.

Besprechen Sie die Vorteile und möglichen Gefahren eines operativen Eingriffs am bestem mit Ihrem Arzt.

Zusammenfassung

Speichelsteine sind sehr oft harmlos und werden wieder mit dem Speichel herausgespült, ohne dass der Betroffene es überhaupt bemerkt.

Allerdings sind Speichelsteine die Hauptursache für Speicheldrüsenverstopfungen, die schmerzhaft sein können.

Suchen Sie Ihren Zahnarzt oder HNO-Arzt auf, wenn Sie den Verdacht haben, unter Speichelsteinen zu leiden. Zumeist lassen sich die kleinen Steinchen relativ problemlos und ohne Nachwirkungen entfernen.

Um der Bildung von Speichelsteinen vorzubeugen, sollten Sie besonders auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr und eine gründliche Zahnpflege achten – am besten mit einem elektrischen Gerät wie der Oral-B Pro 3000 oder einer Panasonic Zahnbürste.

So können Sie viele Mund- und Zahnprobleme wirksam vermeiden!

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